20 September 2010

Altweibersommer...

Norbert sagt, so kann's bleiben bis im November und dann schöner werden!

Vor 13 Jahren ist es mir das letzte Mal passiert, dass ich in der freien Natur ein menschliches Bedürfnis spürte und ich diesem Drang nachgab. Am Anfang war der Wald so schön. Ich glaubte schon endlich fündig geworden zu sein.

Gewölle vom Magen einer Eule
Tiefer im Wald wurde es plötzlich unheimlich und raubte uns den Atem. Wieder mal nix für öfter. Zu schade!

Hexe hat sich nicht mehr als zehn Meter von uns entfernt, den Kleinen lassen wir noch nicht von der Leine.

Bald sind wir wieder nach Hause - einen zweiten Platz suchen wollten wir heute nicht.

Morgen fahren wir in höher gelegene Wälder, vlt. finden wir da noch Holunder zum Saften. Dieses Jahr haben wir die Ernte verpasst, kein Wunder bei dem Sauwetter.

Geliebtes Allgäu - mit Rindviechern OHNE Hörner! Das hat mich richtig enttäuscht.

19 September 2010

Tag des Blaulichts in Leutkirch...

Unser armer Ben hat den ganzen Tag bis spät am Nachmittag nicht gepinkelt! Schon um 7°°
waren die Leute beim Aufbau und er war zu aufgeregt.

Um 15 30 Uhr hat er dann weil ich ihm auf der Blase rumgedrückt habe auf die Couch gestrullt.
Im Prinzip ist das Hundebaby aber stubenrein.
Es waren so viele Leute unterwegs, dass wir nur mit Mühe aus und in das Haus konnten. Die Gulaschkanone war direkt vor unserer Haustüre. Gehen mit Tieren an der Leine war unmöglich.

Das war bis jetzt der grösste Menschenauflauf in der Innenstadt seit wir hier wohnen.
Gott sei Dank sind sie am Zusammenräumen.

17 September 2010

Einen leibhaftigen Kobold...

...haben wir uns da ins Haus geholt! Am Abend habe ich ein Paket gepackt und gebastelt.
Noch nie - und das heisst was bei so vielen Kätzchen wie wir grossgezogen haben - hat ein Tier sich derart gebärdet. Die kleine Mimi hat sich so hineingesteigert und in rasendem Tempo gezeigt was sie alles kann. Mein Schreibtisch sah aus! Mit ihren Tatzen hat sie in den Fächern
geangelt, sämtliche Bänder durcheinandergebracht - bis ich sie aus Verzweiflung ausgesperrt habe! Noch in der Nacht liess sie mir keine Ruhe. Hatte es eh schwer mit dem Einschlafen weil ich Schmerzen hatte, kaum war ich eingeduselt, zwickte sie mich unter der Decke in den Schenkel und auch woanders hin. Die ganze nacht das gleiche Spiel. Als ich am Morgen mit dem Hund raus musste hat Madame selig gepennt!


Hommage an Hannemarie...

Saure Leber mit gebröselten Nudeln und Preiselbeermus

16 September 2010

Donnerstag, 16. September...

Heute Vormittag war ich beim Augenarzt Dr. Eyk Fintelmann in der Memmingerstrasse in 88299 Leutkirch. Dort bin ich unverrichteter Dinge auf und davon. Laut meinem lieben Hausarzt kostet die Messung des Augeninnendrucks nichts, ist keine IGEL-Leistung. Ich hätte bezahlen sollen! Von Zuhaus hab ich dann mit meiner Krankenkasse telefoniert, die meine Sicht der Dinge bestätigte. Normal hätte ich es auf sich beruhen lassen können aber ich habe dann in der genannten Praxis angerufen und den Sachverhalt klar gestellt. Aber - da kommt der normale Mensch nicht bei. Nun hole ich mir im neuen Quartal einen neuen Überweisungsschein und fahr halt ein paar Kilometer, nicht ohne die Kosten telefonisch vorab geklärt zu haben.

Mir geht es nicht ums Sparen! Wenn man mich gefragt hätte ob ich was in die Kaffekasse spenden wolle, hätte ich das gerne getan. Aber betucken lasse ich mich ungern.

Nur durch die Innenstadt laufen - schon bin ich mein Geld los! Im Eine-Welt-Laden hab ich diesen süssen Schuhabstreifer gesehen und innerhalb einer Sekunde entschieden den zu kaufen.
Nur schade, dass er nix für draussen ist. Aber Norbert's Schuhe haben jetzt einen schönen Platz.

14 September 2010

Am Sonntag war Tag der offenen Tür...

bei allen Denkmalen, Museen des Landes - hier der Leutkircher Bahnhof. Also haben wir Johanna vom Zug abgeholt und sind in das alte, baufällige Gebäude hinein gegangen. Die Kunstschule Sauterleute hat ihre Räume dort und lehrt Malerei und Kunst. Für mich war es sehr inspirierend. Die momentane Diskussion Bürgerbahnhof oder Kunstschule sorgt für viele Leserbriefe in der Schwäbischen. Ganz schlau werde ich aus der Sache nicht, habe aber schon

immer Probleme mit Schaumschlägern, Werbefritzen, Anlageberatern und Maklern gehabt. Dass es das auch in einer Person gibt wusste ich bis dato nicht. Aber: Anscheinend sind viele Leutkircher bereit Genossenschaftsanteile zu kaufen, das Stück zu 1000 Euro. 600 000 Euro seien schon zusammen gekommen. Bei der Kunstschule haben mit uns beiden gerade mal
vier Leute unterschrieben. Der Kunstschule fehlt die Lobby. Die, die für den Bürgerbahnhof sind
haben dagegen die örtliche Presse, einen bekannten Jurnalisten und Banken im Rückhalt.

Mit einem grossen Batzen Geld vom Bund wird zu dem gerechnet weil das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Wenn es fertig ist soll ein Grossgastronom mit Stern aus Ulm dort eine Brauereiwirtschaft betreiben. Da bin mal gespannt ob sich das lohnt. Center Parks wird auch vor den Toren der Stadt, im Urlauer Forst, eine Ferienanlage bauen. Da tut sich gewaltig was.

Auf dem Heimweg bin ich fast aus dem fahrenden Auto gesprungen! Taucht doch ein Geissbock
vor meinen Augen auf! Das war eine Freude! Die Frau ist eine ganz Nette und hatte den Ziegenbock fest an der Kette. Wir haben ihn natürlich gestreichelt und sind durch die halbe Stadt den Leuten hinterher gelaufen. Den Kleinkindern im Leiterwagen haben wir keine Aufmerksamkeit geschenkt.

Zuhause angekommen haben wir ganz gemütlich erst den Kuchen probiert und dann das Essen, das ich am Vortag schon vorbereitet hatte, fertig gemacht. Es gab Krustenbraten vom Jungschwein mit richtiger Knochensosse, Spätzle und Weisskrautsalat.

Nach dem Essen hat Norbert Johanna nach Kempten gefahren und ich bin mit den Hunden spazieren gegangen. Das ist witzig! Wildfremde Hundehalter grüssen mich und ich sie, wir erkennen uns nur an dem jeweiligen Hund.

Gestern habe ich den ganzen Tag lang ausgeruht. Diese Wetterwechsel haben es in sich.
Sternenklare Nächte, kühl und schönwetter versprechend - dann folgt ein grauer, diesiger Morgen. Dämpfige, unangenehme Nachmittage treiben einem den Schweiss aus den Poren.

Herr und Hund hingen am Rücken einer schönen, blonden Langhaarigen, die schnell im Laden verschwand. Angeblich fühlte der kleine Hund sich vom Kettengeklimper der Schönen angezogen....

12 September 2010

Mein bretonischer Apfelkuchen...

So einen saftigen Apfelkuchen habe ich schon sehr lange nicht mehr gegessen!
Rezept gibt es hier

11 September 2010

Raue Winde wehen...

Mitunter bläst mir der Gegenwind ins Gesicht. Aber so leicht windet es mich nicht fort.

Gestern hab ich meine Haustüre geputzt und den Müll vom Baum weggeräumt, Narzissenzwiebel vergraben und Blumenerde drauf getan. Da bin ich mal gespannt ob da nächstes Jahr was rauskommt. Wenn nicht, auch nicht schlimm, ein Versuch ist es allemal wert.

Mangold ... den musste ich unbedingt kaufen, die Farben haben mich in ihren Bann gezogen.
Zum Essen gab es Nudeln, einmal mit Mangold, einmal mit Champignonsosse.

09 September 2010

Wer hat mir den Sommer gestohlen?

Genau so kommt es mir vor! Keine Lust in den Eistobel zu gehen. Wer weiss was ist wenn das Wetter plötzlich verrückt spielt und wir nicht schnell genug raus kämen?
So bleibe ich in der Stadt denn da gibt es eine Menge in Erfahrung zu bringen.

Gestern war ich auf Grund eines Artikels in der "Schwäbischen" im Bock-Museum. Momentan gibt es eine Ausstellung über Altleutkirch. Alles hochinteressant. Ich bin mir sicher, dass ich dem Vergangenen schon auf die Spur komme. Aber das braucht Geduld.

Und wieder mal habe ich festgestellt wie sehr, bis in die kleinste Gruppe hinein, die Welt in Koch und Kellner eingeteilt ist. Dabei frage ich mich, ob all die Erikas dieser Welt gerne den Kellner spielen, wohlwissend, das die Köche dieser Welt auch nur mit Wasser kochen.

Und noch was möchte ich sagen: Ich habe eine Katzenlackschachtel bekommen. Das Ding ist so schön. Nun überlege ich ob ich nicht eine lose Serie mit meinen Schächtelchen mache oder ob ich ein Album anlege. Da wird mir schon was einfallen.

06 September 2010

Mir ist ein Licht aufgegangen...

Gestern habe ich unsere Fussböden in den Schlafzimmern eingewachst. Bin standhaft geblieben obwohl Norbert mich nachdenklich fragte, ob ich das wirklich tun wolle. Am Samstag hatte ich schon das Wohnzimmer gründlich gemacht und hab mir gesagt: Dann ist das ganze Haus für den Herbst gerichtet. Heute lag ich im Bett und hab die Reinheit meines Raumes genossen als mir plötzlich klar wurde wie das Ganze funktioniert.

Energie folgt der Aufmerksamkeit - und das bis ins Kleinste. Wenn ich meinen Fussboden putze
dann erledige ich keine lästige Pflicht, Arbeit oder was auch immer, sondern schenke dem Boden (Körper, Füsse egal was) meine Aufmerksamkeit, die ihn dadurch mit Energie aufläd. So funktioniert das und nicht durch lächerliche, verkopfte Magie mit der so manche/r Zeitgenosse/in sein Ego poliert. Ich erinnere einen Werbespot aus den späten Siebzigern von Meister Propper: Hier weg - da weg! Das funktioniert nicht, Gott sei Dank! Warum? Weil das ungerecht wäre gegenüber denen die es nicht können. Der von mir hochverehrte W. D. Storl schreibt in seinen Büchern auch, dass es mit dem Graben und in der Erde wühlen komme. Nun hab ich es erst richtig mit dem Herzen erfasst. Sätze, hundert mal gelesen aber nie richtig gefühlt.


Johanna war zu Besuch und ich hab gleich nochmal den neuen Schmortopf genommen. Diesmal mit wunderbarem Schaffleisch und grünen Bohnen. Ob es das klassische Irish Stew ist weiss ich nicht. Geschmeckt hat es jedenfalls klasse!

Auf Leibspeisen werde ich das Rezept und Procedere beschreiben für die, die das interessiert.

04 September 2010

In Kempten war es schön...

Barocke Häuser überall, wunderschön restauriert. Wir haben eine neue Mitbloggerin deren Name mir so gut gefällt. "Zummsel" - so nannte meine Mutter verträumte Mädchen - Norbert sagt dazu Zusel.

Das Fenchelgulasch hat saugut geschmeckt! Nach Jahrzehnte langer Erfahrung weiss ich nun wie man richtig schmort. Das hat alles der neue Topf gemacht.

03 September 2010

Das Gas ist alle...

Wie Vater und Sohn :) Überall ist der Kleine dazwischen. Sagte zu Norbert, manche Menschen wissen überhaupt nicht wie das ist. Das Kind zur Oma abgeschoben und kein Jungtier weil das Arbeit macht. Die wissen nicht auf was sie da verzichten.

Wie ihr seht bin ich voll dabei. Da setzt nix an.


Auf der Strasse ist reger Verkehr...

Neueröffnungen in der Strasse vor unserem Haus. Seit vielen Jahren habe ich keine Menschentraube, die auf Einlass wartet, mehr gesehen.

Endlich hat die arme Seele ihre Ruhe. Da hab ich mich richtig reingesteigert, in die Topfsuche.
Das Fleisch wartet schon drauf, dass ich den Kochlöffel schwinge.

Johanna hat uns gestern eingeladen. Der kleine Ben hat ihr über die helle Hose gekotzt als sie mit ihm auf der Rückbank sass.

Ich sass neben einem Blumenkasten der nach Honig duftete. Das war ganz betörend.

Seit vielen Jahren hatte ich keine Calamari auf dem Teller. Die haben ausserordentlich gut geschmeckt und der Salat war auch klasse.

01 September 2010

Herbstanfang...

...sei heute, steht in der Zeitung. Bin gespannt was das Wetter noch zu bieten hat in diesen paar Wochen. Wir waren nur ein einziges mal schön spazieren - mit Johanna in Kempten - alles andere war vom Gefühl des Suchens geprägt. Vlt. haben wir aber auch zu grosse Erwartungen.

Unser Pseudostiefkind! Immer noch beleidigt und unnahbar. Ankuscheln seitens der kleinen Mimi duldet sie nur wenn wir wegsehen. Vom frechen Ben will sie immer noch nix wissen.

Bei schlechtem Wetter hält gutes Essen Leib und Seele zusammen. Wir hatten gestern eine Fleischbrühe. Nix richtet die Seele so auf wie Nudelsuppe.

Ich warte immer noch auf einen Anfall von Kreativität der mich atemlos schaffen und die Zeit vergessen lässt. Immerhin habe ich nun endlich meine Hängeohrringe sortiert und aufgehängt.
Momentan reichts wohl nur zum Küche putzen und in Kochtopfwerbung schwelgen. (Hab nun endlich einen Blauen gefunden)