08 Juli 2008

Ungebetener Gast...

Am Vormittag hat es bei uns geklingelt. Wie immer haben die Hunde getillt und getan als ob.
Nachdem Norbert die Türe geöffnet hatte waren sie wieder still. Ich war oben und wurde nur Ohrenzeuge des Ganzen. Es war ein Bettler, vollig verzweifelt weil hier in diesem schönen, reichen Ort die Menschen erst gar nicht öffnen und spenden tun sie hier überhaupt nix.
Wenn was verschenkt wird, kriegt´s der Pfarrer. Norbert hat ihm sein ganzes Silbergeld
gegeben und er liess ihn telefonieren. Ich erinnere mich nicht, jemals eine so tonlose, stoische Stimme gehört zu haben. Gleichzeitig meldete sich mein Bauch und Erik ging im Schleichgang.

Das brachte mich zu Überlegungen folgender Art. Wenn z.B. jemand alt, einsam und gebrechlich ist und von so jemand besucht wird, was ist möglich? Ich erinnere Menschen die Zeitung ausgetragen haben und alten Menschen stundenlang zuhörten. Wär es möglich, dass eine alte Frau so einen jungen, kräftigen Mann herein bittet, ihm zu essen gibt und sich gegen Bezahlung den Garten richten lässt? Könnte es sein, dass so ein Mann aufgenommen und vor seinen Häschern versteckt wird? Oder einfach, dass er freudig zum Mittagessen eingeladen wird?
In diesem Dorf wird sowas sicher nicht passieren. Aber in anderen Gegenden, wo die Menschen von sich aus freundlicher und aufgeschlossener sind, halte ich das schon für möglich. Jedenfalls wünsche ich mir das...

07 Juli 2008

Sonntagsausflug...


am Samstag sind wir nirgends hingegangen. Wir haben das Wochenende vertrödelt und getan was uns in den Sinn kam.
Meine grosseKleine war selig bei mir im Bett eingeschlafen
und erst spät auf das Sofa im Wohnzimmer gewechselt.
Klar, nach dem Essen waren wir alle satt und machten erst
einen Verdaungsschlaf. Christine Kaufmann sagte neulich,
sie sei eine Schlange, wenn sie sich sattäse, müsse sie ein
paar Stunden schlafen, arbeiten könne sie da nicht.
Genauso empfinden wir das auch.

Da ich sowieso zur Bank musste um meine Kontoauszüge zu prüfen, bin ich mitgefahren als Johanna dann nach Hause ging.
Ausserdem musste ich ja meinen neuen Rosenquarz ausführen.
Zuerst wollten wir in die Eisdiele von neulich. Dann hab ich aber
überlegt, dass was Richtiges, warmes in den Bauch viel besser
wäre. Also hat Johanna uns in das Chinesische Schnellrestaurant
gelotst. Wer mich kennt weiss, dass ich immer das Selbe esse:
Ente, gebraten mit chinesischen Pilzen.
Ich finde die Idee gut, nicht soviele Platten und Stövchen auf den
Tisch, sondern einen Teller pro Person. Die Portion war völlig ausreichend und das Gemüse knackig, die Sosse herzhaft und die
Ente knusprig. Am Ende zahlte ich für drei Personen 26,50 Euro.
Dabei waren drei Getränke und ein Nachtisch. Da kann man doch
nicht klagen, oder?
Die chinesischen Lampenschirme haben es mir angetan.
Früher, in meiner Jungmädchenzeit, hatte ich so eine Wohn-
zimmerlampe. Irgendwie reut es mich, dass ich mich von ihr
getrennt habe.
PROJEKT 52 - Woche 28 - Farbenfroh...

Interessant finde ich die Tatsache, dass bunt in Verbindung mit schwarz viel mehr zur Geltung kommt.


Hier seitlich: Ein Wachskreidenbild, leider nicht von mir gemalt sondern mal bei Ebay ersteigert.


Unten: Meine Acrylfarben mit den selbstgemachten Rasseln.


PROJEKT 52 - Woche 27 - (Altes) Gemäuer...


Noch eine Draufgabe. Auch eine Konserve, ca. 2-3 Monate alt. Ich stell es rein um der Vielfalt
Genüge zu tun. Vom Hexenhaus in Hinteressach/Neukirch.

Hier hab ich noch eine Konserve vom Frühling. Das ist eine von frommen Menschen gemauerte Grotte in der eine Quelle fliesst, mit bestem Trinkwasser! Bei Hitze ist es dort so angenehm kühl.

Im unteren Bild seht ihr unser altes Gemäuer. Ursprünglich wollte ich zu einem der hier zahlreichen alten Schlösser fahren, es ergab sich jedoch anders.

06 Juli 2008

Danke Ray...


...für diesen Link. Ich finde diesen Post so schön und wahr. Jeden Tag übe ich mich darin und schon lange Zeit weiss ich, dass ich mich nicht mit meinem Körper an die Plätze weit draussen in der Welt begeben muss um glücklich zu sein.
Astraryllis: Nach innen gehen
Lazy Sunday Afternoon...

Mein Kind hat uns eine Wassermelone spendiert. Seit Jahren hab ich keine mehr gekauft weil sie so fade schmeckten. Aber diese hier: Ein Gedicht!
Ich hab sie mindestens 20ig mal fotografiert. Ein paar sind sehr gut geworden. Neulich meinte jemand zu mir, ich solle doch einen Fotokurs machen. Das wäre naheliegend wenn ich perfekte Bilder machen wollte. Mir jedoch geht es um´s reine Vergnügen. Messen mit anderen liegt mir fern, vielmehr freut es mich wenn jemand auf Grund eines meiner Fotos den Wunsch äussert, dass er das jetzt essen möchte. Perfekte Fotos, womöglich mit künstlichem Hintergrund unterlegt, sprechen mich nicht an. Egal wie perfekt sie sind. Die Perfektion kann ich durchaus anerkennen, in meiner Seele rührt sich dabei aber nix.
Ich kann auch ohne Not zahnlos in die Kamera lachen. Den einen oder andern bringt es auch zum Lachen. Wenn das gelingt, dann hat es sich gelohnt. Es sollte mich trotzdem keiner für eine Exhibitionistin halten. Fotos auf denen meine Seele sichtbar ist zeige ich nur meinen Liebsten.

05 Juli 2008

Ein Sommersamstag...

Schon zum zweiten mal in dieser Woche ist Johanna zu Besuch. Die Viecher freuen sich und sind ganz aus dem Häuschen denn: Sie bringt gute Sachen mit. Sogar die Ziegen werden von ihr mit alten Wecken bedacht. Nur ihren Talisman rückt sie nicht raus, obwohl ich finde, dass er Gauzi 100 pro aus dem Gesicht geschnitten ist.

Hier noch eins der letzten Rosenbilder mit Gauzi. Eigentlich wollten wir heute den unteren Garten mit der Sense mähen, da jetzt aber doch so schönes Wetter und es somit sehr warm ist,
überlege ich wo wir hinfahren könnten. In ein altes Schloss vielleicht? Auf jeden Fall werde ich jetzt erst eine rote Sosse mit Hachfleischbällchen kochen, dann kommen wir nicht in Versuchung
schon wieder im Wirtshaus zu speisen.

In den Medien wird der Wachshitler diskutiert. Ich finde, die Energien sind doch sowieso da.
Rassismus und Herrenmenschendenken sind Gang und Gäbe. Warum also dem Bösen nicht sein
tatsächliches Gesicht geben? Mao und Stalin werden doch auch mit Monumenten verehrt, immer noch. So what?
Mein heutiges Lieblingswort: Wachsfigurenattentäter!

03 Juli 2008

Kellerblüten...

Auch im untersten Stockwerk, unserem Keller, wächst und gedeiht es. Das haben wir überhaupt nicht erwartet und freuen uns am
unverhofften Wachsen und den Blüten, die die Dunkelheit hervorbringt.

Gestern hatten wir lieben Besuch und wir haben den 16. Jahrtag
der Beerdigung meiner Mutter gefeiert.
Meine Freundin Margarita war das erste mal seit ihrer Fussoperation (Halux) wieder mal zu Besuch. Die Wunde ist gut verheilt und die Narbe schön. Überhaupt hat sie Füsse so weich
wie die eines Kleinkindes.

Heute haben wir unsere Rosen zurück geschnitten und das Beet von Pflänzchen befreit, die der Rose die Luft nehmen. Jetzt kommen wir auch wieder besser an die Gewürzpflanzen, ohne dass
Dornen uns den Weg versperren. Es hat uns halt gereut die schönen Blumen abzuschneiden. Aber jetzt sind sie endgültig verblüht. Die schönen, noch frischen Blütenblätter hab ich noch
auf den Fensterbänken ausgestreut, ich kann mich halt so schwer
von ihnen trennen.
Dem Gauzi hat es auch nicht gepasst, dass wir da draussen was abgeschnitten haben. Als wir das Fenster von innen freigeschnitten haben, hat er sich ins Beet gesetzt und seinen Frust eine Weile lang hinausgeschrieen.


30 Juni 2008

Der Weg war UMSONST...

Als wir gestern losgefahren waren hab ich sofort ein ganz unangenehmes Gefühl im Bauch bekommen. Ich dachte mir zerreisst es den Solarplexus. Auf dem Weg dahin hatte ich Angst ohne genau zu wissen wovor. In Hundersingen angekommen sah Norbert gleich Parallelen zu unserem Dorf und bestimmten Menschen die hier wohnen. Der Ort selber ist wenig einladend,
das Haus direkt an der Durchgangsstrasse, man könnte sagen, es stand mit der Ecke links hinten
in der Strasse. Ganze Motorradkonvois bretterten an uns vorbei, mit einem Affenzahn.
Für Hunde, Katzen, Kleinkinder und Greise ist der Ort nicht geeignet. Der Vermieter war nicht da, da sind wir wieder gegangen und sofort nach Hause gefahren. Ich wollte keine Keltenschanze mehr besuchen. Mein Bauchgefühl hatte sich nicht einen Deut gebessert. Erst als wir daheim waren und Gauzi im Haus, bin ich langsam ruhiger geworden.

29 Juni 2008

Heute fahren wir zur Keltenschanze in Hundersingen...

...um ein Haus anzuschauen. Bei der Gelegenheit besuchen wir die Keltenschanze.

27 Juni 2008

Siebenschläfer...





Gestern haben wir im Info (kostenlose Wochenzeitung) ein Inserat entdeckt welches ein kleines
Haus in meiner Wunschgegend offeriert. Noch vor einem Jahr hätte ich niemals mehr als mein
Interesse in dem Kontaktbrief bekundet. Gestern jedoch hab ich spontan Fotos ausgedruckt und einen informativen Brief geschrieben. Seltsamer Weise haben wir beide ein mehr als zuversichtliches Gefühl was den Ausgang betrifft. Heute morgen wurde ich mit einem freudigen Gefühl im Herzen wach und Norbert gestand mir, dass er schon in Gedanken umzieht und überlegt wie wir das mit den grossen Teilen (Waschmaschine usw.) machen werden. Auch das Pendel sagt Positives. Mir ist als hätten wir den Segen von der geistigen Welt.
Da bin ich mal gespannt, wie die Sache tatsächlich ausgeht.

26 Juni 2008

Welch überbordende Fülle...

...und sie kostet keinen Cent! Fünf Schritte vor´s Haus und ich bin mittendrin.
Natürlich seh ich auch das Negative, aber das gehört zum Leben und ich lass
mich davon nicht verunsichern.
Lindenblüten für Tee, welch herrlicher Duft mich umwabert wenn ich unter dem Baum
stehe... Rosen...soviel dass bald der Ast kracht. Und! Wir sind bis jetzt von Unwettern
verschont geblieben. Danke liebe Beschützer!


Wir haben ein neues Sommergetränk kreiert. Zitronenmelisse aufbrühen, mit kaltem Wasser
verdünnen und mit Zitronensaft verfeinern. Ohne Zucker! Schmeckt einfach geil!



Lachsschinken....

...wie ich ihn mag. Er besteht aus Schweinefleisch und hat mit Fisch überhaupt nichts zu tun.
Es ist das Kotlettstück vom Schwein und eine Delikatesse.

25 Juni 2008

Unser Bekenntnis zum EM-Spiel Deuschland/Türkei...

Nachtrag um 00.58:
Norbert sollte Fussballwetten abschliessen! Als es 1:0 stand sagte er das 3:2 voraus.
Schade finde ich, dass die Nationalmannschaften sich nicht umarmt haben.
Übrigens das erste zusammen gesehene Fussballspiel im Jahre 11 nach dem Torwart!
Ein heisser Sommertag...


Qualitäts-u. Umweltführer aus dem National Geographic

Sogar Gauzi ist es zu heiss, obwohl Katzen ganz schön viel Hitze vertragen.

Kirschen, Kirschen... nicht ein einziges zusammengewachsenes Paar war dabei. Dabei hätt ich so gern die Viecher damit und mit dem Fotoapparat traktiert. Mich selber natürlich auch.

Frische Früchte bevorzugen wir an Tagen wie diesem. Später wenn es dunkel ist gönnen
wir uns Seelachsfilet in Zitronensosse... Da freuen wir uns schon drauf.
Wir bevorzugen den Seelachs nicht weil er billig ist, sondern er schmeckt uns vom Meeresfisch
am Besten. Wenn wir ganz frischen Fisch wollen holen wir uns Bodenseefelchen oder Regenbogenforellen. Nur wollen wir nicht jedesmal so weit fahren. Auch beim Essen ist uns der Zeitgeist und die Meinung anderer egal. Nirgends entlarvt sich der Grosskotz so sicher wie beim Thema Essen. Beispielsweise haben wir SUSHI noch nicht mal probiert.

23 Juni 2008

Projekt 52 - Woche 26 - Regenbogen

Sauer macht lustig...

...und verdünnt das Blut. Zur Zeit lagere ich mehr Wasser ein als sonst. Nach drei Heringen
war ich pappsatt und hab ziemlich viel Wasser gelassen. Der Blick auf die Waage hat mich erfreut!

22 Juni 2008

Nix gekostet haben meine...


******beurer Heilwerdungsrasseln. Die werde ich ab jetzt und
auch dann wenn wir fortgezogen sind verwenden wenn ich diesem
Ort etwas Gutes tun will.
Wenn wir beabsichtigt hätten die Kürbise zu trocknen, wäre
es uns sicherlich nicht gelungen. Eigentlich verdanke ich sie
Norbert. Ich hätte sie warscheinlich schon längst entsorgt.
In meinem Zimmer hab ich noch einen, das dauert aber sicher
noch zwei Jahre bis der trocken ist. Damit es schneller geht
werden wir ihn auch den Elementen und Jahreszeiten aussetzen. Entweder er wird oder er fault.

21 Juni 2008

SOMMERSONNWEND...

Kirschen - in der Tüte fotografiert. Jetzt gibt es an allen Strassenecken frische Kirschen zu kaufen. Wenn die bloss nicht so teuer wären. Aber das war glaub ich schon immer so, dass sie im Verhältnis zu anderem Obst mehr kosteten. Vielleicht ganz gut so, ich bekomm regelmässig Bauchweh wenn ich da zu reichlich geniesse.

Unser Oberschwaben ist doch die herrlichste Gegend in ganz D. Sicher widersprechen mir da Viele, ist halt meine Heimat neben dem Allgäu.

Um nicht wieder total malad zu sein, haben wir uns gleich ein Gasthaus gesucht das durchgehend warme Küche anbietet. Ich wollte eh nur einen Salat. Die Nudeln wären mir schon vom Geruch her zu fettig gewesen. Erst waren wir bei Nordsee, wir haben immer Appetit auf frischen Fisch,

aber der Fettgeruch hat mich fast umgehauen. Und wenn der Kartoffelsalat so schmierig aussieht bin ich auch vorsichtig. Der Kartoffelsalat vom Schnitzelparadies in Illerkirchberg
verfolgt mich noch immer. Wenn ich mal reingefallen bin, dann kann ich mich monatelang nicht

wiedereinkriegen. Aber Norbert hat seinen Seelachs bekommen. Das ist wichtig.