Am Vormittag hat es bei uns geklingelt. Wie immer haben die Hunde getillt und getan als ob.Nachdem Norbert die Türe geöffnet hatte waren sie wieder still. Ich war oben und wurde nur Ohrenzeuge des Ganzen. Es war ein Bettler, vollig verzweifelt weil hier in diesem schönen, reichen Ort die Menschen erst gar nicht öffnen und spenden tun sie hier überhaupt nix.
Wenn was verschenkt wird, kriegt´s der Pfarrer. Norbert hat ihm sein ganzes Silbergeld
gegeben und er liess ihn telefonieren. Ich erinnere mich nicht, jemals eine so tonlose, stoische Stimme gehört zu haben. Gleichzeitig meldete sich mein Bauch und Erik ging im Schleichgang.
Das brachte mich zu Überlegungen folgender Art. Wenn z.B. jemand alt, einsam und gebrechlich ist und von so jemand besucht wird, was ist möglich? Ich erinnere Menschen die Zeitung ausgetragen haben und alten Menschen stundenlang zuhörten. Wär es möglich, dass eine alte Frau so einen jungen, kräftigen Mann herein bittet, ihm zu essen gibt und sich gegen Bezahlung den Garten richten lässt? Könnte es sein, dass so ein Mann aufgenommen und vor seinen Häschern versteckt wird? Oder einfach, dass er freudig zum Mittagessen eingeladen wird?
In diesem Dorf wird sowas sicher nicht passieren. Aber in anderen Gegenden, wo die Menschen von sich aus freundlicher und aufgeschlossener sind, halte ich das schon für möglich. Jedenfalls wünsche ich mir das...















































