27 Mai 2026

Nur zur Hälfte fertig...

 ...geworden bin ich heute. Den ganzen Nachmittag hab ich gewerkelt. Erst die beiden Böden feucht abgewischt und dann nach oben getragen. Muss dann nach jedem Arbeitsgang schnaufen und hin sitzen.

Nur in einer Schrankhälfte hat es mit dem Boden und den Stiften geklappt. Die Männer, die mir damals den Schrank zusammenbauten, haben genau in den Ecken Schrauben gesetzt und das stört weil ich dann den Schrankboden nicht auf und ab schieben kann wie ich will. Und die Schrauben sind in der Höhe unterschiedlich gesetzt. Zum Weitermachen muss ich erst neue Stifte besorgen. Die Hosen habe ich seitlich einsortiert, weil ich so einen Stapel mehr unterbringe. Aber schöner sähe es aus, wenn die Falten geschlossen wären.

Ausserdem sind die Böden ganz schön schwer und ich merke, dass meine Muskeln weniger geworden sind. Aber deshalb lasse ich mich nicht davon abhalten. Jedenfalls habe ich das, was mir wichtig war, aufgeräumt. Seit mehr als 4 Jahren habe ich meine Hosen in in dem Zimmer, in dem Norbert wohnte, über Sessel und Bett ausgebreitet gelagert. Erst hab ich sie über dem Kinderbett hängen gehabt, dann als ich umgeräumt und das Kinderbett entfernt hatte, eben in dem schönen Zimmer, in dem ich aber selten bin.

Es war nicht nur aus Schlamperei so, sondern es war einfach blöd, weil sehr grosse Stapel gern umfallen und dann Chaos im Schrank entsteht. Wenn ich mit den Böden fertig bin, wird die neue Lampe angeschlossen. Die Funzel, die ich seit 29 Jahren habe, ist einfach zu dunkel. Ich brauche es hell. Mein jetzt deutscher Nachbar, der aus Syrien stammt, schliesst sie an. Früher, in meiner Jungmädchenzeit, habe ich das selber gekonnt. Heute traue ich mich nicht mehr, weil sich an den Farben der Drähte etwas geändert hat und ich Angst vor einem Kurzschluss habe. Morgen werde ich neue Stifte besorgen und weitermachen. Die gestern gekauften Eisbegonien müssen morgen auch unbedingt in die Erde. Ich habe es heute nicht gemacht, weil es so heiss war.




 

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