Gerade habe ich auf Insta gelesen, was Saudade ist. Es ist ein Wehmütiges Gefühl, ähnlich dem, das als Fernweh oder Heimweh bezeichnet wird. Nur, dass man da weiss, was vermisst wird. Saudade bezeichnet etwas, das nicht benannt werden kann.
Genau dieses Gefühl beschleicht mich, wenn ich an Elfi denke. Elfi lernte ich im letzten, der drei Monate währenden Probezeit, meiner Apothekenhelferinnen Ausbildung, in der Berufsschule in Aulendorf, kennen. Sie war gross, schlank und es fühlte sich an, als hätten wir uns schon immer gekannt. Es war so eine Vertrautheit zwischen uns, die ich schwer beschreiben kann. Irgendwie fühlte es sich wie heimkommen an. Ausserdem erinnere ich ein Gefühl von Bewunderung und gegenseitigem Respekt.
Und dieses Gefühl hatte ich nicht oft im Leben. Ich erinnere mich gerade mal an vier solcher Begebenheiten. Ausser bei Elfi passierte es mir ein paar Jahre später, als ich per Anhalter im Allgäu, genauer in Lindenberg, unterwegs war und ein R4 Kastenwagen anhielt. Die Kofferraumtüren öffneten sich von innen und drin waren drei junge Leute die mich einsteigen liessen. Da hatte ich auch das Gefühl heim zu kommen.
Am 30. September endete meine Probezeit, von der ich nicht übernommen wurde und somit auch der Kontakt zu Elfi. Mitte September geht die Schule wieder los, auch die Berufsschule, wenn ich es richtig erinnere, haben wir uns grade zwei mal getroffen. Schade, trotzdem habe ich sie nie vergessen.
Da ich grade dabei bin, möchte ich noch die Umstände meiner Kündigung erzählen. Also, am letzten Septembertag gab mir mein Lehrherr, Apotheker Dirk Wöppelmann, einen Brief für meine Mutter mit. Den trug ich nichts ahnend nach Hause. Und dann, Surprice, Surprice, war meine Lehrzeit beendet. Meine Mutter schickte mich dann weiter zur Schule. Erst in die Einjährige Hauswirtschaftschule, dann die Zweijährige Hauswirtsch.-pflegerische u. sozialpädagogische Berufsfachschule, mit einem mittleren Bildungsabschluss. Gerne denke ich an meine Deutsch und Geschichtslehrerin, Frau Anna Löffler, she blew my mind!
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