Heute sind wir auch sehr früh aufgestanden, weil wir einiges erledigen mussten. Ich bin, dank des bescheidenen Fernsehprogramms, sehr diszipliniert mit dem Einschlafen und Aufstehen. Ich musste zur Bank und eine wichtige Überweisung (KFZ-Steuer) tätigen und auch mein Konto mit Erspartem auffüllen. Diesen Monat hab ich zu viel verbraucht. Hinterher haben wir Schatten gesucht und auch gefunden. Wir haben uns in die Nähe von drei stramm deutschen, um 9:15 biertrinkenden, jungen Männern gesetzt, weil ich meistens nur ein paar Minuten brauche um meinen Rücken zu besänftigen. Schon als ich die freie Bank ansteuerte, habe ich aus dem Augenwinkel gesehen wie einer der Männer eine ungehörige Geste machte. Ich dachte nur, genau, leck mich, aber dann dachte ich an mein Sparbuch und zog es vor stadteinwärts zu gehen. Auf der nächsten freien Bank sitzend dachte ich darüber nach, dass ich auch schon Zeiten hatte, in denen ich morgens um 9:00, neben dem Wäschemangeln her, Bier getrunken habe. Dann sinnierte ich ich über das Herrenmenschendenken und kam zu dem Schluss, dass ganz oben und ganz unten das selbe ist. Zwei Aspekte des Seins, das Karma ist der Brennpunkt. Wie bei einer Sanduhr, deren Sand nicht gleich viel wiegt. Die Guten sind leicht, also oben und die abgestuft mit Schuld beladenen rieseln je nach dem nach unten. Und wenn ein Aeon zu Ende ist, wird einfach umgedreht und Alles beginnt von vorne. Nach dem Prinzip, die Letzten werden die Ersten sein.⏳

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