...keine Lust zu gar nichts!
Den Ahorn habe ich wegen der Sauerampfer geknipst. Vorgestern, gestern und heute haben wir ausser unserem üblichen Stadtspaziergang nichts gemacht. Ich wollte das Bett frisch beziehen, aber morgen muss Hexe zum Ultraschall, um nachzusehen, ob sich neue Blasensteine gebildet haben. Vlt. muss man sie schlafen legen, da ist es besser, wenn ich damit bis Dienstag warte. Am Donnerstag war ich beim Hausarzt um die Blutergebnisse zu besprechen. Ich kann mir nicht helfen, der neue Doc, ich werd einfach nicht mit ihm warm. Mein Langzeitwert vom Blutzucker ist fast normal, wie bei einem Gesunden. Abnehmen tu ich auch, ich kratze an der 90! Aber mein Nierenwert ist scheisse! Er war schon mal schlechter, hat sich aber dann wieder erholt. So wird es diesmal wohl auch sein. Hoffe ich!Am Freitag hab ich noch den Glasabfall gerichtet, um ihn einen Tag später zur Sammelstelle zu bringen. Und eingekauft habe ich gestern auch. Das war es aber auch schon. Irgendwie ist mir die vergangenen Tage einfach nicht so nach Hausputz. Davonlaufen tut mir die Arbeit ja auch nicht.Gestern hab ich für den Wurstsalat einen neuen Ring MILDE, harte Schwarzwurst gekauft. Pfeiffendeckel! Der Metzger hat mir die mit Chili eingepackt, im Wurstsalat geht es so, aber nur mit Brot, wie ich es sonst mache, kann ich sie nicht essen. Das ist ärgerlich.Zwei Husarenknöpfle hab ich gestern auch gekauft. Hab sie auf den Wohnzimmerfenstersims gestellt, weil es unten viel zu heiss ist, wenn die Sonne richtig hinknallt. Letzten Sommer ist mir eins eingegangen, weil es so heiss war. Ansonsten nix Neues. Wir dröppeln so dahin und lassen es uns so gut wie möglich gehen.Finanziell muss ich auf die Bremse treten! Hab die neue Autohaftpflicht gleich für's ganze Jahr bezahlt, weil das am billigsten ist. Plus den Ultraschall von Hexe, da komm ich in die Bedrouille. Aber der Monat ist ja auch schon wieder zur Hälfte vorbei. Die Zeit rast... Die Rose unten sieht aus wie aus Plastik. Sie ist aber echt.Reisen auf dem Regenbogen
14 Juni 2026
10 Juni 2026
Die Feng Shui Expertin
Im Zuge meiner Ausbesserungs und Aufräumarbeiten habe ich beim Hausnummernschild aufhängen bemerkt, dass ich vor 17 Jahren den falschen Spiegel gekauft habe, um das Haus zu schützen. Da war der allwissende, verstorbene Ehegespons allerdings auch dran beteiligt. Man sollte sich halt mit den Begrifflichkeiten auch auskennen. Für die Eingangstüre hätte ich einen konvexen Spiegel gebraucht, um die Energie der Strasse und Häuserkanten abzumildern. Konvex ist nach aussen gewölbt. Gehangen hat dort aber ein Konkaver Spiegel, also nach innen gewölbt, der die ungute Energie anzieht, bündelt und ins Haus zieht. Konnte es gar nicht fassen, als ich es bemerkt habe. Nach dem ich mich informiert hatte, habe ich ihn gleich abgenommen und in Salz gelegt, damit er sich entladet. Tatsächlich: Man lernt nie aus!
Heute habe ich spontan die Holzkommode im Eingang, neben der Treppe, ausgeräumt und fast alles weggeschmissen! Da mein Restmülleimer fast leer war, konnte ich das alles drin entsorgen. Gefühlt 100 Hundemäntelchen, alte Marmelade von vor 15 Jahren und allerhand Scheiss, den man nur in die Schubladen gestopft hat. Die 2 Flexileinen von Ben waren auch dabei. Dabei meine ich, dort schon öfters aufgeräumt zu haben. Anschliessend habe ich mit Holzpolitur alles ausgewischt, innen und aussen. Ein Beil war auch drin, nur Gott und der Verblichene wissen wozu das gedacht war, denn das gehört nach hinten, ins Regal in der Waschküche, zum Werkzeug.
Ich fühle mich auch besser seit ich die Aktion gestartet habe. Man muss ja nicht den ganzen Tag schuften, sondern spontane Anfälle von Arbeitswut nutzen und nicht warten, bis sie wieder vorbei sind. Allerdings habe ich einen weiteren Schub von Neurodermitis bekommen. Manchmal frage ich mich ob es nicht doch auch vom Essen kommen könnte. Habe aber nix gegessen was mir das bescheren könnte. Wer weiss was die Ursache ist, ich gehe schon durch ziemlich starke Gefühlszustände, derzeit. Auch die Kleinsten negativen Ausschläge anderer Menschen kommen bei mir an und ich werde immer besser darin, sie zu deuten und mich dem entsprechend abzugrenzen. Doch ich jammere nicht, weil ich mir das ja gewünscht habe.08 Juni 2026
Seit vielen Jahren...
...habe ich keinen Pinsel mehr geschwungen! Heute hatte ich spontan Lust dazu.
Das Schild mit der Hausnummer, welches ich vor 17 Jahren gestaltet habe, ist von der Sonne total ausgebleicht. Man kann von weitem nix mehr erkennen. Nun werde ich Abhilfe schaffen. Eigentlich hatte ich noch eins in Reserve, aber wie kann es anders sein, Norbert hat das bestimmt versteckt, so wie er es oft gemacht hat. Das Alte hat sich etwas verbogen beim Abmachen, aber mit dem Hammer habe ich es wieder in Form gedengelt. Beim Nachbarn neue Acrylfaben gekauft und los ging es. Jetzt mus ich warten bis es angetrocknet ist, damit ich den 2. Durchgang starten kann. Das darf man nicht zu schnell machen weil sonst die Farbe abblättert.
Ganz zufrieden bin ich nicht. Aber wenn es mir wirklich nicht gefällt, kann ich ja immer noch ein normales besorgen. In den Zwischenzeiten, als die Farbe trocknete, habe ich die Türzargen in meinem Zimmer mit weisser Farbe ausgebessert. Das ist also auch erledigt. Nicht perfekt, aber es sieht viel besser aus als vorher. Auf dem Heimweg vom Hausarzt bin ich auf den Wochenmarkt und habe Rettiche und Aprikosen gekauft. Weil die Aprikosen so teuer waren, hab ich nur 5 Stück genommen. Als ich sie vorher mit Hexe zusammen gegessen habe, sah ich, dass sie schon überreif waren. Bis morgen hätten sie sicher nicht gehalten. Für die 5 St. hab ich 3,50 € bezahlt. Bei den Rettichen hat es sich gelohnt. 3 St. 3,50 €, da kann man nix sagen. Aber auf dem Wochenmarkt für die ganze Woche einkaufen, kann ich mir nicht leisten. Je nach dem, wird man betuckt mit überreifer Ware, denn sooo frisch wie man immer meint, ist die Ware auch nicht.
07 Juni 2026
Im Wald gewesen...
...und aufgetankt. Gestern schon habe ich mich nicht wohlgefühlt. Vermute, dass ein Schnupfen im Anmarsch ist. Trotz Wick Vapurup gegen den Husten, war ich einfach nicht auf der Höhe, als ich aufgestanden bin.
Zuerst hatte ich keine Lust, aber dann habe ich mich überwunden und nach dem morgentlichen Kaffee habe ich Hexe in den Kofferaum getan und bin nochmal nach oben um den Fotoapparat zu holen. Da fiel mir ein, dass ich ja den guten Underberg für die armen Seelen des damaligen NS-Arbeitslagers mitnehmen könnte. Gedacht, getan und dann sind wir losgefahren. Es ist heute herrliches Wetter und im Wald ist es noch angenehmer als sonst gewesen. Ich habe den Schnaps geopfert indem ich ihn weitläufig aus dem Fläschchen schleuderte, Hexe musste natürlich in den Schnaps hineinlaufen, hat aber fast nix abbekommen. Gott sei Dank, weil nämlich das ganze Arreal nach Underberg gestunken hat.Fürs nächste mal muss ich Korn oder Wodka besorgen, das riecht nicht so streng. Dann habe ich drei Ave Maria für die eventuell noch gebundenen Seelen gebetet und mich beim Wald bedankt, weil es mir besser ging. Ich habe mich dem Wohlgefühl hingegeben und plötzlich sagte es mir, dass der Wald auch einen Schnaps für sich haben will. Wortlos versprach ich es und dann habe ich, ein seit langem nicht mehr erlebtes Glücksgefühl gehabt, ähnlich dem, das ich oft im Schafstall hatte.So ist das heute doch noch ein schöner Tag gewesen, ganz anders als heute Morgen gedacht. Nach dem Heimkommen habe ich die Nudeln und Sosse von gestern warm gemacht und gegessen. Heute habe ich früher gegessen als sonst, weil ich morgen nüchtern zum But abnehmen muss.04 Juni 2026
Netzfund
Das Leben geht weiter, mit oder ohne Freunde, mit oder ohne Liebe. Du bist allein geboren worden, du wirst alleine sterben. Konzentriere dich auf dich selbst.
Genau gestern, also in der gleichen Konstellation der Mondphasen und Fronleichnam am 4.Juni, habe ich vor 46 Jahren den Vater meiner Kinder kennen gelernt. Kennen gelernt ist als Floskel zu verstehen. Wer er war hat sich erst viel später offenbart. Wenn ich es nummerologisch betrachte, hat dieses Datum die selbe Qualität wie die Geburtsdaten meiner Mutter und kleinen Tochter. Nichts geschieht zufällig. Alles hat seinen Sinn.01 Juni 2026
Reflektionen
Beim Putzen und Staubsaugen denke ich meistens über Vergangenes nach. Früher machte ich mir Gedanken, was ich kochen soll, heute lasse ich mir Ereignisse der jüngsten Vergangenheit noch mal durch den Kopf gehen.
Dabei frage ich mich, ob meine Entscheidungen richtig sind, oder ob ich zu empfindlich bin und aus einer Mücke einen Elefant mache. Heute dachte ich nochmal über meinen Rückzug von meiner Familie nach, ob das alles gerechtfertigt ist. Und sowieso denke ich natürlich an meine zwei Enkelinnen, die ich sehr liebe und die mir natürlich fehlen. Genauso geht es mir mit meinen Enkeln.Wenn viel Zeit vergangen ist, der Schmerz nicht mehr so weh tut, neigt man dazu, alles in rosanem Licht zu sehen und zu beschönigen. Da war das kurze Intermezzo vorletzten Monat hilfreich, weil es mir vor Augen führte, dass ich eben doch richtig empfinde und alles seinen Grund hat. Irgendwie bin ich richtig dankbar dafür, dass es mir nochmal gezeigt hat, was Sache ist. So gibt es kein Vertun, es ist klar und deutlich und ich bin mir dessen bewusst, auf was ich verzichte, damit meine Seele gesunden kann. Seit ein paar Tagen geht es mir so gut, dass ich vom Denken ins Machen komme. Das bin ich überhaupt nicht gewohnt und freue mich richtig darüber. So muss ich kein schlechtes Gewissen haben, weil ich mit meinen Arbeiten nicht hinter her komme. Meine Agenda habe ich bis auf zwei Dinge abgearbeitet. Das sind die Türzargen, die ich mit Farbe ausbessern muss und das Lüftungsgitter, welches ich von Rost befreien und frisch anmalen muss. Aber nach der Arbeit ist vor der Arbeit. An so einem alten Haus gibt es immer was zum werkeln.Was dazu gelernt...
Balneotherapie: Externes Pigment, bei dem eine „Balneotherapie“ angeraten sei: Patient ist dreckig und sollte mal wieder baden. Desweiteren fand ich, C.p.: caput piger (fauler Kopf, Drückeberger). Allerdings glaube ich nicht, dass ein Arzt, mit positivem Menschenbild, diese Bezeichnungen benutzt.

