22 Januar 2026

Die ganze Welt als narzisstische Spielwiese...

...und alle machen bereitwillig mit, hoffen auf Informationen, die man gebrauchen kann. Dabei faselt der alte Mann nur dementes, grosskotziges Zeug und die Menschen, die an seinen Lippen hängen, halten den Atem an.

Die Rede des alten Mannes habe ich bewusst nicht angeschaut. Dachte, dass die Zeit dafür zu schade ist und die Journalisten es eh bis zum Abend in verständliche Sprache übersetzen würden. Hoffentlich findet ein geeintes, mutiges Europa die richtige Sprache um dem Krösus Einhalt zu gebieten!

In der letzten Woche habe ich mich mit der Kabbala beschäftigt. Nicht mit dem Baum des Lebens, sondern mit Texten aus Büchern. Da stehen interessante, wirklich wahre und weise Worte, die mich sehr beeindrucken. Man kann sie sowohl für sich selber, als auch für das Aussen anwenden. 

Zum Beispiel sagt die Kabbala: „Wenn der Mensch erkennt, wer er ist, endet die Suche nach Liebe." Den Spruch, Mensch erkenne dich selbstkenne ich noch von meiner geliebten und schmerzlich vermissten Frau Neumann. Aber was er wirklich bedeutet wusste ich bis jetzt nicht.  Viele interpretieren ihn so: Der Mensch solle erkennen, dass er göttlich ist. Das ist nur die halbe Wahrheit. Erkenne dich selbst heisst, erkenne alle deine Verstrickungen, Schwächen und was du im Verborgenen bist. Schau es an und integriere es in dein Bewusstsein.

Übrigens ist es sehr befreiend zu sehen was man wirklich ist. Es kommt keine Scham oder Reue auf in diesem wichtigen Moment. In meiner Wahrnehmung fühlt man wie Ballast von einem abfällt. Man kann in Klarheit sehen warum man das, was man getan hat, so und nicht anders gemacht hat. 

In Wahrheit sind wir alle gleich in unseren Bedürfnissen. Wir alle wollen geliebt, gehalten, anerkannt, gesehen, gehört, akzeptiert werden. Und ganz wichtig, wir wollen "mitspielen" dürfen und zu jemand gehören, sprich, nicht allein sein. Dafür verstellen und überdehnen wir uns und lassen uns in fremde Rollen drängen. "Wenn der Mensch nicht in seiner Natur lebt, reibt sich die Welt an ihm." Das zeigt sich in falschen Wegen, falschen Rollen, falschen Verantwortungen, falschen Erwartungen und falschen Identifikationen. Damit erschaffen wir das Verwirrspiel, das uns ein Leben lang beschäftigt hält.

"Wenn der Mensch sich selbst erkennt, hört die Welt auf, ihn zu verwirren." Wenn Klarheit und Bewusstsein ins Leben kommen und bleiben, wird alles viel einfacher. Energie, die für das Verwirrspiel gebraucht wurde, wird plötzlich frei und kann anderswo genutzt werden. Das äussert sich in Veränderungen mancher Gewohnheiten. Beispielsweise bin ich seit einiger Zeit bereit auch morgens Termine zu machen. Ich muss nicht zwingend bis 12 Uhr im Bett bleiben und dem alles andere unterordnen. Manchmal ist es ganz nett mit Hexe im Bett zu kuscheln bis sie selber keine Lust mehr hat, aber es ist mittlerweile auch OK um 10 Uhr aufzustehen und ihr dabei zuzusehen wie sie sich sammelt, gähnt und mir zu liebe mit nach unten kommt. Übrigens habe ich mich nach mehr als 16 Jahren dazu aufraffen können, das Putzzeug hinter der Wohnzimmertüre weg zu räumen. Und den Wäschekorb in der Ecke habe ich auch aufgeräumt. Jetzt kann die Energie wieder fliessen.



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