Die letzten Wochen hatte ich überhaupt keine Lust hier zu schreiben. Eine Menge Wasser ist zwischenzeitlich den Bach hinunter geflossen.
Heute Mittag bin ich mit Ben unterwegs gewesen weil Norbert gestern vom Hexenschuss im Genicke heimgesucht wurde. Da war er jetzt ganz schön oft beim Arzt. Aber am Nachmittag konnte er dann wieder mit gehen.So schlenderten wir durch die Stadt und ich musste diese schräge rosarote Brille unbedingt haben.Norbert sieht aus wie der Nachbar vom Kommissar Beck. Die Halskrause hat er nur auf dem Foto nicht angelegt.
Am vergangenen Samstag waren wir in Schwäbisch Gmünd und haben dort die Geburtstage meiner Töchter gefeiert.Es war herrlich goldenes Herbstwetter im Remstal - etwa so wie bei uns auch. In Ulm war es diesig.
Gestern Vormittag bin ich aufgewacht und war schweissnass von meinem Albtraum. Ich hatte wiedermal von meiner Freindin geträumt und spürte einen unbändigen Zorn in mir hochsteigen der sich sogleich als Hexenschuss manifestieren wollte. Ich weiss nicht wie das mit den Resonanzen ist - ob und was von der anderen Seite kommt...
Norbert hat mir gleich auf mein Geheiss eine heisse Wärmflasche gemacht die ich dankbar unter meinen Rücken legte. Und siehe da: Es hat den Schmerz verrissen! Darüber war ich sehr froh. So konnte ich meinen Verpflichtungen nachkommen. Spätnachmittags war ich sogar noch mit Ben schön lange spazieren. Zum Essen habe ich Kässpatzen und grünen Friseesalat gemacht und beim Essen habe ich schon gemerkt dass sich was in meiner Leber -u. Gallengegend zusammenbraute. Der Schmerz steigerte sich über die Nacht bis zur Unerträglichkeit deshalb habe ich zwei Tabletten mehr eingenommen. So konnte ich es wenigstens in der Seitenlage einigermassen aushalten. Gegen Morgen bin ich leicht weggedämmert. Den ganzen Tag über hatte ich starkes Bauchweh und deshalb eine Scheissangst. Wer eine Notoperation hinter sich hat kann verstehen dass ich solche Ängste und Gedanken hege. Das ist ganz bestimmt nicht an den Haaren hergezogen. Vor zwei Stunden habe ich in meiner Not das Büchlein von Louise L. Hay hervor geholt. Die Liebesaffirmation hilft eigentlich immer. Wenn ich auch nicht schmerzfrei bin so kann ich es wenigstens gut aushalten. Die Besserung kam dadurch dass ich mir über meine Wut klar wurde. In Leber und Galle hausen Wut und Zorn! Normal denke ich selten an die Segnungen dieser Freindschaft. Deshalb überfällt es mich im Schlaf. Aber das alles bewusst loslassen ist sehr schwer. Es ist nicht so dass ich mich weigere - deshalb versuche ich es in Etappen. Es ärgert mich selber dass ich mich auf diese Art und Weise binde. Seht ihr: Schon wieder ärgere ich mich! Nun will ich einmal pro Tag die Liebesaffirmation mit dem Herzen lesen und meine Gefühle umwandeln soweit es geht.