07 Juni 2007

Nachsicht und Verständnis...



Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass mich die anonymen Kommentare von letzter Woche geärgert haben. Zwar bin ich mir immer noch keiner Schuld bewusst, trotzdem habe ich nachgedacht. Nicht ganz freiwillig, aber aufs Ergebnis kommt es an.



Zu gern hätte ich die Unbekannte enttarnt. Aber die Quelle verweigert stur jede Bestätigung. Egal wie oft ich frage, egal wie sicher ich bin. Stattdessen hat Es mir aufgetragen nachzudenken und nicht weiter zu suchen. Das hab ich befolgt und mich an die universellen Gesetzmässigkeiten erinnert. Wenn ich dem totalen Gegensatz zu mir begegne, beiss ich mich in der Regel nicht mehr am Spiegel fest. Im Gegenteil, ich war ja früher auch anders und weiss, dass der oder die Betreffende noch einiges vor sich hat. Es musste so kommen, keine Frage. Meine Offenheit und unbekümmerte Zurschaustellung von Fotos die mich ganz zeigen, fordert jemanden der sich z.B. nur Kopflos ins Netz stellt, geradezu heraus. Unser zwangloses Leben, das sich auch in unserer Gartengestaltung spiegelt, befürwortet nicht jeder, am wenigsten der, der selber noch in grossem Masse den gesellschaftlichen Zwängen unterliegt. Meine Psychiaterin gab mir einen Satz mit, der heisst: Da wo alles aufgeräumt ist, wo nichts sein darf, da schauen sie ganz genau hin. Ein in der Tat weiser Rat.



Möglicherweise wirke ich auf andere selbstherrlich. Das bin ich aber ganz und gar nicht. Ich lebe nur in der sicheren Gewissheit, dass die Menschen, wenn sie ihre Maske fallenlassen, weitgehend identisch sind. Menschlich eben.

06 Juni 2007

Handgearbeitetes und Zungengewaschenes....



Im Nachbarblog war die Rede von Strickenkönnen und was man da so alles fertigstellen kann.
Das veranlasst mich das Einzige, jemals fertggewordene gehäkelte Teil zu zeigen. Vielleicht wär es gar nie fertig geworden, wenn wir uns damals ´99 nicht so in der Wolle gehabt hätten. Wir waren frisch umgezogen, von nicht mal 30 m² in ca. 100 m². Das hat natürlich den Boden für Revierstreitigkeiten geschaffen. Damals dachte ich nur, egal was kommt, den Pulli mach ich ihm fertig. Gleichzeitig ist es auch ein Beweis meiner Grosszügigkeit. Niemals würde ich etwas figurbetont und direktanliegend häkeln oder schneidern. Genausowenig würde mir je in den Sinn kommen, Wachstum mittels Pflastersteinen einzuengen.



Den Kätzchen geht es prima. Aber ich kann machen was ich will, sie lassen sich nicht fotografieren. Gibt der Blitz grünes Licht, bewegt sich das Kätzchen. 3o mal hab ich es ungefähr probiert, ein Einziges taugt in begrenztem Masse zum Hochladen.

05 Juni 2007

Müssen wir bald Kartoffeln mit Gold aufwiegen?


Mal ganz abgesehen von Linda, mit unseren Kartoffeln stimmt es nicht mehr. Bis vor kurzem konnte man noch, wenn man lange genug suchte, auch im Supermarkt Kartoffeln kaufen, die schmeckten. Seit Neuestem geht das nicht mehr. Weder bei Lidl, Aldi oder Edeka kriegt man Kartoffeln die am nächsten Tag auch noch schmecken. Was hab ich es gern wenn im Gulasch ein paar Kartoffeln mitgekocht haben, oder im Eintopf mag ich sie auch gerne. Aber neulich schmeckten die Kartoffeln im Gaisburger Marsch schon nach drei Stunden komisch. So, wie früher übriggebliebene Salzkartoffeln am nächsten Tag wiederaufgewärmt schmeckten. Ist das normal? Mit Kartoffeln für Kartoffelsalat hab ich schon immer Aufwand betrieben. Für Sieglinde bin ich bereit mehr zu bezahlen und für die lauf ich meilenweit, trotz Fussweh. Das lohnt sich.
Doch die sind nicht das ganze Jahr über zu kriegen. Auch nicht auf dem Wochenmarkt und nicht beim Bauern direkt.
Müssen wir neue, blasse, wässrige Kartoffeln aus Ägypten haben? Warum verändert sich das Angebot? Ich versteh das nicht. Hast du Kartoffeln im Haus, kannst du weiss Gott was kochen, X-Möglichkeiten tun sich da auf. Früher hat das alles geschmeckt, nur heut zu Tage kann man Reste von einem Kartoffelgericht am folgenden Tag nicht mehr mit dem gewohnten Genuss aufessen. Das ärgert mich. Und, dass ich in unserem Keller nix einlagern kann, auch nicht über den Winter. So bin ich gezwungen, nur kleinere Mengen zu kaufen, auch wenn ich zufällig eine besonders gutschmeckende Sorte erwischt habe. Ja, was nun?
Unverhoffter Besuch....


Seht ihr, ich muss nicht mal einen Schritt nach draussen tun. Wenn was stattfinden soll, dann kommt´s zu mir ins Haus.
Dieser Falter lag heut mittag auf dem Boden. Unbemerkt von Katz und Hund. Er hatte also Glück, dass ich ihn fand, denn seine Beine waren irgendwie steif, in Bodennähe ist es wohl doch noch kühl. Das ermuntert mich, euch eine wahre Story reinzudrücken. Übrigens ist alles wahr was ich hier zum Besten gebe.

Es ist bestimmt schon 16, vielleicht 17 Jahre her, dass ich, schon damals fotografierte ich gern, im Teleshop eine "Kamera mit Zoom" gekauft habe. Sie hatte den Namen Meica, der zu den hochqualifizierten Produkten von Leica eine Verbindung knüpfen sollte. Die Werbung suggerierte, dass jeder Profibilder machen kann, sofern er diese Meica besitzt. (Gott, was kam ich mir im Kindi mal blöd vor, als die andern Eltern kleine, aber feine Kameras rauszogen um den Nachwuchs abzulichten)
Zu der Zeit war ich noch bei meiner ersten Familie und wir haben eine Spazierfahrt in die Isnyer Gegend gemacht. Dort gibt es ein Moorgebiet und in genau dem gingen wir spazieren. Nirgends hab ich je wieder soviele Schmetterlinge gesehen. Die andern spazierten, ich ging auf die Pirsch. Einen ganzen Film lang schlich ich mich an die scheuen Insekten ran. Ohne Pause.
Als der Film fertig war sagte der Italiener nur trocken: Gott sei Dank!
Ihr werdet es ahnen, kein einziger Schmetterling war zu erkennen als ich die Bilder vom Entwickeln holte. Meine Enttäuschung war riesig.

Anlässlich dieser Erinnerung und der folgenden Erzählerei mit Norbert fällt mir grad noch ein, wie mich, auch zu der Zeit, eine gute Freundin runtergeputzt hat. Anlass war ein Foto auf dem ich meinen Sohn und meine Grosse von hinten, auf einen See mit Blesshühnern schauend, abgelichtet hatte. "Von hinten fotografiert man nicht!", pfiff sie mich an. Fast könnte man meinen, dass Fotografieren und das Werkzeug dazu etwas sei, das dem Prestigedenken unterworfen ist.

04 Juni 2007

Drinnen - Draussen....



Heute ist wieder so ein blöder Montag. Wir alle fühlen uns seltsam, Norbert und ich plagen uns mit Schmerzen die heut um einiges stärker sind als sonst. Der Drang zur Verschönerung des Hauses hat sich einfach mit der damaligen Schönwetterperiode aus dem Staub gemacht. Seit der Schlingknöterich, das Efeu und der wilde Wein vom Haus entfernt wurden hab ich keine Lust mehr. Stellt euch vor, morgens nach dem Aufwachen denk ich noch, ist doch schön wenn draussen die grünen Blättchen quer über den oberen Fensterrahmen wachsen, abends hängen sie lahm und vertrocknet da. Mir gefällt das so weil ich mir dann vorstelle, ich wohne in einem Fliegenpilz und das Grüne sei Gras. Richtig traurig war ich da. Aber alles plärren hilft nix.

Ich habe SCHUPPEN!!! Hab deshalb Brennnessel (das dritte n ärgert mich jedesmal) angesetzt und werde die Haare damit waschen. Bin gespannt, ob es was nützt. Sonst werd ich in der Apotheke entsprechendes Schampo oder Birkenwasser kaufen müssen.

Die kleinen Kätzchen sind munter, gehen schon auf Wanderschaft, deshalb haben wir Gloria´s Zimmertüre so verbarrikadiert, dass nur die Katzenmutter rein und raus kann.


03 Juni 2007

Deutsche Überkorrektheit....


Ulrich Wickert zu Gast bei Frank Elstner. Über seine vielen Wohnorte und seinen Geburtsort Tokio befragt sagt Wickert: Ich bin ein Zigeuner. Darauf Elstner: Das darf man nicht mehr sagen, es heisst Sinti oder Roma. Sie einigen sich auf Cigan.

Bei solchen Gelegenheiten geht mir der Hut hoch! So was Bescheuertes. Hat der Elstner nur Angst vor Publikumsreaktionen oder einem Rüffel von seinem Intendanten, oder ist er doch ein verkappter Rassist im Schafspelz?

02 Juni 2007

Ein Stück von sich selber hergeben....



Heut hab ich mir nochmal die DVD Live 8 Berlin reingezogen. Reamonn gehörte bis vor zwei Jahren nicht in mein Musikspektrum. Seit ich ihn damals am 2. Juli 2005 gesehen habe ist er einer meiner Favoriten. Selten hat jemand auf der Bühne vor zigtausend Menschen seine Seele so preissgegeben. Einfach so. Das gefällt mir. Anfänglich geschützt von der Sonnenbrille, die aber mit sich steigernder Exstase seinerseits (die des Publikums nicht zu vergessen) einfach auf die Erde fällt und das Antlitz eines Menschen freigibt, der ganz bei sich selber ist. Das nenne ich Mut! Man sollte mich aber nicht für eine Vojeurin halten. Mir gefällt das weil ich selber auch die Karten auf den Tisch lege. Manchmal wünsch ich mir, dass andere das auch tun würden.

01 Juni 2007

Organ-Handel-Quoten...




Heute abend wird anscheinend im Holländischen Fernsehen eine Sendung ausgestrahlt, in der eine menschliche Niere per Quizz verhökert wird. Es soll die Zuschauer zum Nachdenken über eine Organspende anregen. Über dieses Thema denke ich oft nach. Sendungen wie die Obengenannte, halte ich persönlich für ethisch und moralisch verwerflich. Nicht mehr lange, dann sind wir wieder im Alten Rom angekommen. N. sagt eh oft: Es geht wieder rückwärts!

----- Hat sich als Fake entpuppt -----

Organspende Ja oder Nein? Also ich selbst wollte kein Organ von jemand gespendet bekommen.
Schliesslich ist ja ein Organversagen nicht der einzige Grund frühen Sterbens. Da sind noch so viele andere Krankheiten die das Leben kosten, manchmal sehr früh. Es ist wohl dem Leben in grösserem Masse dienlich wenn man sich mit dem Sterben auseinander setzt. Wenn es soweit ist, dann soll man in Ruhe gehen dürfen. Wenn ich mir die Aufregung und das Auf und Ab des Wartens auf ein Organ vorstelle krieg ich direkt Paranoia. Und wenn man bedenkt welche Vorkommnisse der Organhandel produziert. Ich hoffe nur, dass das Gehörte Hirngespinnste sind. Undenkbar - arm und reich und der Run auf die wenigen Organe.
Aber wie geht man mit einem Todesurteil um?
Aus eigener Erfahrung weiss ich wie sich eine Krebsdiagnose anfühlt. Ob sie wahr ist, ist eine andere Sache. Aber die Angst die dann vom Körper und dem Geist Besitz nimmt ist, glaub ich, bei allen gleich. Ob sich das Wissen um einen eigenen Organausfall permanent so anfühlt wie eine Krebsdiagnose? Ich weiss es nicht und habe den grössten Respekt vor Menschen die durch solch tiefe Täler wandern müssen. Aber Organspender möchte ich trotzdem nicht sein.
Für mich ist immer noch unklar wie das mit den Seelenanteilen ist, die man zurücklässt. Klar, wir verlieren andauernd Seelenanteile, ich frage mich was es mit der Theorie der verschiedenen, gleichzeitig gelebten Leben auf sich hat. Könnte ein Mensch der ein Organ benötigt ein Mensch sein, der aus meinen aufgesammelten, wiederinkarnierten Seelenanteilen besteht? Ich weiss, das klingt abenteuerlich, aber trotzdem denke ich darüber nach.
So bleibt mir nur zu hoffen, dass es sich für jeden einzelnen bewahrheitet, dass das Schicksal nie mehr fordert, als man zu tragen im Stande ist.

31 Mai 2007

Unsere kleinen Wollknäuel...

Die Kleinen werden täglich fitter. Wenn sie nur zu zweit sind , fällt für jeden mehr Milch ab.
Die Augen sind auch sogut wie ganz auf. Es wird werden. Ein junger Mann hat schon in grosser Vorfreude etliche Euro ausgegeben - Katzenbedarf - wer sich auskennt weiss, dass man da schnell mal 100 Mücken los ist. Aber so ist´s schon Recht. Auch mir selber ist ganz feierlich,
ich freu mich wenn ich jemand die Liebe zu Katzen näherbringen kann, denn ich weiss wie glücklich sie einen machen.


Ich bin ganz weg von den feinen Babyhäärchen im Gegenlicht. Das behalten sie etwa die ersten drei Monate, dann ist´s leider vorbei. Gerade gestern kam noch ein Bild vom Posterladen, auf dem unsere Berta als Baby zu sehen ist wie sie sich mit einem Knochen plagt, der so gross wie sie selber ist. Da kommt der Effekt mit den Häärchen noch mehr zur Geltung. Irgendwie bin ich schon etwas traurig, wissend dass es wohl das Letzte Mal ist, dass wir Kätzchen aufziehen.
Karla wird wohl wenn die Kleinen entwöhnt sind sterilisiert, dann ist es vorbei. Und falls doch nochmal mit der Katzenvermehrung angefangen wird, dann werden wir wieder eine Kätzin aus einer ganz andern Gegend herholen, wegen der drohenden Inzucht.


Eine kleine Morgengabe.....

vom Liebsten!

Ich liiiieeebe Orangen! Und erst den Orangenlikör! Finde es gibt fast nix Besseres auf Erden.
Heute kommen die Jungs die Gloria den "Maien" gestellt haben. Da ist es üblich, dass sie gross bewirtet werden. Wir werden Pizza machen und was zu Trinken wird`s auch geben.

30 Mai 2007

Der lange Weg nach Odessa...

Die Sonne kommt durch......


Kvinna, schau mal an dem Bild oben im rechten Rand. Diese Hausbegrünung sind Weinranken, die man vor zig Jahren in diese Form gezwungen hat. Du glaubst nicht, was für süsse weisse Trauben das liefert. UNGESPRITZT! Eine Delikatesse. Man glaubt nicht, dass in unserern Breiten, immerhin Donautal, aber sogut wie auf der Alb (Da ist´s immer én Kittel kälter, und bei der Stela, am Albbruch, trifft das erst richtig zu) da finde ich ist es eine herausragende Leistung Trauben im Garten zu haben, die man nicht gleich wieder ausspuckt. Jetzt hast´s verstanden?



Was ein paar Sonnenstrahlen zur Stimmungsaufhellung beitragen können...
Ich habe schon befürchtet, dass es ein längerer Regenabschnitt werden könnte.
In unseren Breiten wird es dann gleich unerträglich kalt - 10°, das ist entschieden zu wenig.
Manche Leute heizen da die Stube, wir dagegen bleiben eisern, notfalls ziehen wir noch einen Pulli drüber.
Die Holunderblüten duften soo gut. Ich kann sie bis in mein Zimmer riechen und wenn ich mich aus den Badfenster lehne, dann umhüllt mich der betörende Duft noch stärker. So könnt es immer bleiben.


Fühsommerliche Reinigung?


Die doofe, vom Zaun gebrochene Streiterei erinnert mich zu sehr an den blöden Blogstreit vor ziemlich genau einem Jahr. Der Satz: Soll sie doch froh sein wenn sie viele Kommentare kriegt, klingt noch in meinem Ohr.
Wird es bestimmten Leuten im Frühsommer langweilig und SUCHEN sie deshalb jemanden der sich aus der Reserve locken lässt? Gibt´s die Vera noch und was macht die gute Stephanie?

29 Mai 2007

Ein TRISTER Regentag.....



Deshalb kreiere ich meine eigene Sonne. Das hab ich auch bitter nötig. Dass die kleine Katze gestern gestorben ist kann ich noch einsehen. Aber dass jetzt auch noch der Dickste heute ohne erkennbaren Grund sterben musste, das ist zuviel. Der junge Mann, der ihn zu sich nehmen wollte kam jeden zweiten Tag zu uns um nach dem Kleinen zu sehen. Ich bin sprachlos.

28 Mai 2007

Pfingstmontag.....

Ohne Sonne

Marilyn kam zu Besuch.

Überall springt mir die Google-ADsense Werbung ins Auge. Verdienen sie Geld mit ihrem Blog.
Es will mich verführen wenn ich einen neuen Post mache. Ich frage mich ab wievielen hits da ordentlich was rüberkommt. Bestimmt müssen es an die 2500 täglich sein um nicht als Erbsenzähler rüberzukommen. Obwohl Kleinvieh bekanntlich auch Mist macht, mit solchen Kleinigkeiten kann mich keiner locken.
Seit einigen Tagen entstehen bei mir leere Posts die ich nicht gemacht habe. Die Tücken der Technik nehme ich an.

Die erstgeborene Katze, die Steissgeburt ist heute gestorben. In Gloria´s Hand. Komisch, beim Kommen hat Johanna geholfen, beim Gehen Gloria. Sie ist seit dem letzten Foto nicht mehr gewachsen, die andern sind mehr als doppelt so gross. Verschmierte Augen haben sie, ich meine bei den früheren Würfen sei das nicht so gewesen, aber mein allwissender Mann sagt das sei bei den andern Katzenkindern genauso gewesen. Jetzt warte ich mal ab. Eine Wurmkur steht sowieso an bei den Kleinen, ohne möcht ich sie nicht aus den Händen geben.

26 Mai 2007

Gruss an Sam....

Zugzwang...


Die Betreiberin vom Nachbarblog hat soo schöne, rote Zehnägel. Da bin ich direkt neidisch!
Eigentlich wollte ich meine Zehnägel nicht mehr lackieren, seit Jahren tu ich das nicht mehr,
aber durch die Einblutungen von den alten und neuen Schuhen (die Teuren Blauen) bleibt mir nix andres übrig. Jetzt hab ich den schwarzen Nagellack meiner Grossen ausgeliehen.

Versuch, das unerklärbare zu erklären.....

Ja, Anuja, es sind die hin und her fliegenden Gedanken. Äusserliche Starre, und nie aufhörende
Fragen, Zweifel, Beschuldigungen, was weiss ich.
Und die Gewissheit, ein Schritt daneben..... und alles wäre aufgelöst. Wenn ich´s nur könnte...

Früher hab ich mich in solchen Situationen betrunken, bis ich nicht mehr wusste wie ich heisse.
Einmal hab ich, noch während meiner ersten Ehe, eine Ente bis auf´s Gerippe sammt den acht Semmelknödeln und etwas Blaukraut in mich hinengefressen. Mann, war mir übel. Ich hab´s tapfer ausgehalten weil ich es pervers finde und ablehne, mit dem Zeigefinger nachzuhelfen.
Ich weiss nicht, ob eine von euch weiss, wie es sich anfühlt wenn man sich vor sich selber ekelt und schämt weil man der wütenden Fressattacke nachgegeben hat.
Ganz Früher hatte ich ein Hobby das dem Ritzen ähnlich war, was es genau war, sage ich nicht öffentlich. All diese so sinnlos scheinenden Betätigungen machen doch Sinn. Das weiss ich aber erst jetzt, da ich dazu gelernt habe und bewusst hinterfrage. Ich will mich spüren. Genau das ist der Punkt. Meine Schmerzen spüre ich sowieso, aber da ist noch etwas anderes, was ich nicht spüre. Und das suche ich.

Mittels Fallen durchs immergleiche Loch im Treppenhaus des Lebens wird mir bewusst, dass es früher schon so war. Kvinna, heute halte ich es ohne Betäubung aus. Jedoch sag ich mir, Augen auf und durch. Nur das Hinschauen kann heilsam sein, auf längere Sicht. Wenn ich viel Glück habe schlägt das Gefühl in Kreativität um, meistens ist es aber so, dass ich tagelang keife, streite, nörgele, mich festbeisse und keinen Ausgang finde. Diesmal hab ich allerdings einen bemerkenswerten Brief an jemand geschrieben und etwas erklärt. Das habe ich mir noch letzte Woche überhaupt nicht zugetraut.
Komisch ist, dass meine Depression weniger im Winter stattfindet. Mir wird bei dem schönen
Wetter bewusst wie ich mich selber einschränke und wie sehr mich mein Kranksein eben doch beschränkt. Im Grunde hab ich dem Norbert doch nicht verziehen, dass er vor zwei Wochen nicht in Bad Urach oder in Hundersingen angehalten hat. Jetzt ist es schwül und drückend draussen, an Ausflüge ist jetzt nicht zu denken. Theroretisch hätte ich ja allein ins Auto sitzen können und dahin fahren, aber ich habe geheiratet weil ich einen Gefährten will mit dem ich auch die angenehmen Dinge des Lebens teilen kann. Das blosse mitteilen ist mir zu wenig.
Na ja, es wird schon werden.

21 Mai 2007

Depression....


Trotz meinen Postings, die den Anschein erwecken ich sei lebendig, fühle ich mich als ob nur noch jemand den Deckel schliessen müsste.
Schöne des Tages...