11 April 2009

Karsamstag...

Leider ist es auf dem Land auch nicht mehr so streng, allerorten wird geputzt, geschaufelt, mit dem Dampfstrahler die Autoreifen samt Felgen gesäubert.

Der Lärmpegel ist beträchtlich! Noch nie ging mir das so auf den Keks. Dabei ist die Natur heute so friedlich und schön. Die gelben Blumen lachen mich an und die Insekten geniessen die Sonnenstrahlen, wie man sieht, einvernehmlich nebeneinander.

10 April 2009

Karfreitag...

Soll ich ich den heutigen Tag Tag der Busse nennen? In den Kirchen ist der Christus am Kreuz abgedeckt. Und ich leide auch! Gestern waren wir wieder mal ein Haus anschauen. In einem netten Dorf mit einer bekannten, wunderschönen Barockkirche, nahe der schwäbischen Dichterstrasse. Erst waren wir Feuer und Flamme, wie jedesmal. Nach einer Nacht des Hin- und
herdenkens kommen unsere Zweifel und die nackten Tatsachen. Fakt ist: Mit 450,-- ist dieses Haus zu teuer weil das Bad und die Toilette kein Fenster haben. Das ist nach Feng Shui tödlich!
Ich habe aus Dummheit in zwei Wohnungen gelebt, die auch entweder keine Türe oder kein Fenster in den Sanitärräumen hatten. Fragt nicht wie ich gelebt habe. Mehr schlecht als recht und das Schlimme ist, man merkt überhaupt nicht woran es liegt.
In besagtem Haus gestern waren zwar neue Plastikfenster drin aber kein Ofen, keine Rohre, dafür liegt im ganzen Haus dunkelblauer, abgenutzter Teppichboden. Ein Dejavu! In unserem jetzigen Haus war das genauso. Der Vermieter sagte, er gebe es dem, bei dem er am Wenigsten Aufwand hätte und obendrein wollte er Sicherheiten, sprich Kaution falls die Mietzahlungen ins Stocken kämen.
Gestern waren wir mit allem einverstanden. Erst heute kam mir das grosse Grausen. Wieder mal bin ich diejenige an der es scheitert. Aber er hat ja auch noch nicht angerufen.

Zufallsbekanntschaft
Um nicht mehr wie die Lämmer zur Schlachtbank zu gehen haben wir jetzt beschlossen eine Liste zu machen und diese im Beisein des Vermieters durchzugehen. Knallhart unsere Meinung zu sagen wenn uns etwas überzogen vorkommt. Vielleicht ist es dann besser.
Dabei hatte ich soviel auf den gestrigen Vollmond gegeben.

Ergänzung: Er hat angerufen und stand quasi schon vor der Türe. Norbert sagte ihm was wir denken. Er hat es gelassen genommen.
Aber, es ist wie schon beim ersten mal ein scheisskomisches Gefühl wenn ich etwas ablehne was ich haben könnte. Ich kann das garnicht richtig beschreiben.
Es raubt mir den Verstand und nimmt besitz von meinen Bauchgefühlen - ich kann mich nicht dagegen wehren. Vor meinem inneren Auge sehe ich den Mund des Hausbesitzers, auf der Unterlippe ein riesiges, eitriges Herpesgeschwür.
Dauernd denke ich, dass ein nasser Schwarzteebeutel zwischen seinen Lippen das Riesending zum Verschwinden bringen müsste.

09 April 2009

Gründonnerstag...

...in meinen Augen der Tag des Verrats. Früher, als ich noch glaubte, hatte ich immer sehr viel Mitgefühl mit Jesus, der von Judas mittels eines Kusses verraten wurde. Wenn ich von Freundinnen geküsst werde, muss immer diesen Gedanken beiseite schieben.Und Petrus verleugnete ihn. Diese Verhaltensweisen sind aktuell seit es Menschen gibt.

Meine jungen Nachbarn sind fruchtbar. Jetzt ist das Dritte gekommen - im Geheimen.
Vor ein paar Tagen lachte Norbert und erzählte mir wie fleissig unsere Nachbarn sind. Die Jungen lüfteten den vermeintlich leeren Kinderwagen, der andere kehrte seinen Rasen mit Kehrbesen, Kehrwisch und Schäufele.
Und draussen blühen die Ostereier...

An manchen Tagen meine ich im falschen Film zu sein. Das liegt zum Teil daran, dass mein Schattenmann mich genauso missversteht wie ich ihn, zum andern daran, dass ich Dinge lese
die sich total widersprechen, manchmal auch bösartig sind und niemanden stört das. Jeder ist irgendwie in seinen eigenen Monolog vertieft und dabei glücklich. Dann soll es so sein.
Ich muss mir das ja nicht reinziehen.
Nächste Woche bekomme ich Besuch aus der weiten Welt - das macht mich glücklich und wir freuen uns schon darauf. Das ist irgendwie das Highlight des Tages gewesen.

Beim Betrachten eines Essfotos hat mich heute zum allerersten mal das Gefühl beschlichen, dass das nur zum knipsen drapiert und hinterher entsorgt wurde. Ich weiss beim besten Willen nicht wie das kommt und was mit mir los ist. So schräg war ich lange Zeit nicht mehr drauf.

07 April 2009

Das erste Essen im Freien...

...mit den ersten dunkelroten Spitzen vom Maggikraut :)

Vor vier Wochen war es noch so!
Er ist da...


Frühling Spring Primavera
Primavera Spring
Frühling Frühling Frühling
Primavera Spring
Frühling Spring Primavera
Primaver Spring
Frühlin Frühlin

06 April 2009

Schulmedizin - Versuchskaninchen...


Drei Schwestern

Jetzt ist mein alter Nachbar wieder zu Hause. Was er genau an seiner Blase hat weiss ich nicht.
Nur soviel, dass es nicht bösartig ist und immer wieder kontrolliert werden muss!?
Alle halbe Jahre wird er zum Arzt ins Krankenhaus einbestellt und dann wird mittels Blasenkatheter nachgeschaut was sich getan oder nicht getan hat, obwohl er keine Beschwerden hat. Jedesmal hat er hinterher eine Infektion die schlecht abheilt und ihn schlaucht.
Wir haben das Gefühl, dass die Ärzte ihn langsam aber sicher um die Ecke bringen mit ihren Versuchen. Auf unser Anraten da um Gotteswillen nicht mehr hinzugehen reagiert er sehr unsicher und hilflos. Letztendlich muss er das selber wissen, aber uns tut es leid für ihn weil sie ihn so quälen - von der geschürten Krebsangst mal ganz abgesehen. Obwohl er ein gestandenes Mannsbild war/ist, verliert er seine Erscheinung an Volumen. Bei uns sagt man: Er goaht zehmet. Mögen ihm und seiner Frau noch ein paar Jahre gegönnt sein!

04 April 2009

Was man vom Bloggen hat...

In der letzten Zeit hab ich zwei neue Bloggerfreunde gefunden, die total aus dem von mir gewohnten Rahmen fallen. Normal bewege ich mich mehr oder weniger unter Gleichgesinnten, die über fast ähnliche Themen schreiben wie ich selber.
Nicht so die beiden Italiener Massimo und Elaine Erig. Deren anspruchsvolle Texte fordern mein Hirn ganz schön heraus. Wegen den beiden hab ich den Google-Übersetzer installiert und trotzdem habe ich Mühe den Texten zu folgen und die Pointen heraus zu kriegen.
Aber ich bin über die gegenseitige Befruchtung des Geistes richtig glücklich. Das ist es was Bloggen im besten Falle kann, dem andern Impulse geben oder an vergangene Dinge erinnern.
Das Buch Ullysses von James Joyce hab ich nie gelesen. Einmal wollte ich es zu einem Preis von DM 10,-- kaufen und hab es dann doch nicht getan, obwohl es der Klassiker schlechthin ist und eigentlich in jeden Bücherschrank gehört. Durch Elaine Erig hab ich mich damit beschäftigt und mich in Wikipedia darüber informiert. Jetzt weiss ich, dass mich dieser Schreibstil nicht anspricht. Immerhin. Mittlerweile weiss ich auch warum ich gleich so drauf angesprungen bin, was ich sonst nicht so tue. Er erinnert mich an jemanden aus meiner Jugendzeit.
Das ist also mal eine schöne Abwechslung vom Gewohnten.

02 April 2009

Wir waren bei unserer Grossen...

...und haben ihr ihren FIFI gebracht. Eigentlich ist er das Ostergeschenk, anstatt dem obligatorischen Dreirad oder Roller was der Nachwuchs im Frühjahr bekommt, haben wir ihr einen Einkaufsbutler gekauft. Am WE habe ich den entdeckt und er hat mich nicht mehr losgelassen. Mit dem kann sie auch Sprudelkisten heimtransportieren. Ich denke, das war eine gute Investition. Jetzt esse ich gerade das zweite Stück von dem Apfelkuchen, den sie extra für uns gebacken hat. So gut hat er mir schon lange nicht mehr geschmeckt.
Blut ist halt doch dicker als Wasser!
Auf dem unteren Bild seht ihr Agathe - ihr Goldhamstermädchen. In der Wärme heute war sie tagsüber putzmunter und raste hin und her um die kleinen Zapfen und Blätter, die Norbert ihr gab, in ihrem Haus zu verstauen.

Der heutige Abend ist richtig lau - man könnte draussen sitzen! Insekten (Stechmücken) hab ich noch keine gesehen. Also jetzt glaub ich es: DER FRÜHLING IST DA!!!!!!
Es geht weiter im Text...

Sind sie nicht aussergewöhnlich schön, meine beiden Lieblinge? Keinen würd' ich eintauschen, egal was mir geboten würde. Den Zweibeinigen hab ich besser erzogen als den Vierbeiner, der
nur die Sosse abschleckt und die Brocken den andern lässt.

Ich selber bin leider nicht in voller Blüte, wie ihr sehen könnt. Meine Neurodermitis macht mir zu schaffen. Naja, brauch ja nicht in den Spiegel schauen und für das Spannungsgefühl hilft die Salbe die mir dafür gemischt wurde.

Übrigens, ich bin überzeugt davon, dass es keine Nahrungsmittelallergie oder Unverträglichkeit
gibt. Das ist nur ein Synonym für die eigentliche Ursache, die ums Verrecken nicht gesehen werden will. Damals als ich mit 42 allerschwerste Neurodermitis bekam war ich am Boden zerstört. Als ich ins Auto stieg und Norbert die Diagnose mitteilen wollte, fragte er zuvor ob ich Krebs hätte, so geschlagen war ich. Orangen und viele andere Dinge durfte ich nicht mehr berühren und nicht essen. Ich hab weder meinen Hund weggegeben noch auf meine geliebten Orangen verzichtet. Nur mit der Einschränkung, dass ich sie nicht mehr selber geschält habe.
Es war ein steiniger Weg mit meiner Haut zurecht zukommen. Meine geliebte Frau Neumann, die übrigens heute Geburtstag hätte, sagte damals: Ihre Haut schlägt stellvertretend aus weil sie sich das Ausschlagen nicht erlauben. Wie wahr was sie gesagt hat. Wie extrem meine Haut im Einzelnen reagierte erspar ich euch. Heute flackert sie halt immer wieder auf wenn Trennungen oder Veränderungen anstehen. Ich habe gelernt die Reaktionen zu lesen. So gesehen hilft sie mir die Dinge richtig einzuordnen. Dafür bin ich ihr in gewisser Weise dankbar. Eine Bekannte bekommt von Zwiebeln Migräneanfälle, andere reagieren auf bestimmte Gemüse oder auf Erdbeeren. Keine glaubt mir wenn ich sage, dass es das nicht gibt und die Ursache woanders liegt. Macht nix. Meine Überzeugung ist: Wenn einem was nicht guttut, lässt er es gern bleiben.
So einfach ist das.

31 März 2009

Mein Neuestes von Storl...

Ich wusste, dass es mich ganzmacht, wenn ich drin lese...

30 März 2009

Montag - 30. 03. 2009...

Auf Sylke's Blog hab ich drei Karten gezogen.
Den Gehenkten - den Turm - die Welt.

Wenn ich das auf meine momentane Gefühlslage münze, dann Gut' Nacht um Sechse!
Morgen soll es wärmer werden. Aber was nützt der Frühling wenn die Herzen kalt sind...

Man findet immer wieder was wenn die Augen aufgemacht werden. So wie dieses schöne Blatt.

29 März 2009

Wieder was dazu gelernt! Reis zu Chinesisch kalt werden lassen und nochmals erwärmen - dann schmeckt's wie im Chinarestaurant!

28 März 2009

Kurze Zwischenbilanz - an einem Nichtwohlfühltag...

Meine Gartenarbeiten sind fast fertig. Nur einen Misthaufen muss ich noch umsetzen. Und -
den Hühnerstall aufräumen, das Loch wieder verschliessen das Norbert in die Mauer gemacht hat. Dem Vermieter hab ich Bescheid gesagt, dass wir noch nix haben und es ist ihm egal wenn wir noch etwas länger bleiben, falls es erforderlich ist. Darüber bin ich sehr froh und erleichtert.
Nur kein Stress! Wenn wir alles gut packen, brauchen wir überhaupt niemanden zum Helfen.
Das heisst, wir sind völlig unabhängig! Auch in der Planung.
Jetzt werde ich den Kochlöffel schwingen und chinesisch kochen. Darauf freut sich Norbert schon. Mu Err - Pilze hab ich gefunden! Die hau ich alle in die Pfanne!
Ansonsten ist es trist heute. Kein Frühlingswetter. Bett ist da der richtige Ort, für meinen Kater und mich.

26 März 2009

Wieder auf den Beinen, das Heft sicher in der Hand...

Heute hab ich endlich das Kompostsilo auseinander genommen! Das will ich schon seit mindestens drei Jahren. Norbert hat mich immer davon abgehalten, weil er sich vor dem was da rauskommen könnte, gescheut hat. Es ist so wie immer, im Nachhinein ist alles halb so wild.
Beim Öffnen und Umwerfen des Plastikteils stieg der Geist der Jahre 2003 und 2004 herauf
und führte mich nochmals zurück in die Zeit meiner Selbstfindung und Emanzipation.
Ich hab mich den Gefühlen nicht verweigert und durchlebte sie im Schnelldurchlauf nochmals bewusst. Dabei wurde mir klar, dass ich räuchern sollte um dies alles zu erlösen und allem eine gute Wendung zu geben. Noch nie hat eine Räucherung so gut und stark gebrannt! Das erste mal, dass ich Beifuss zu Hilfe nahm. Zusammen mit der Engelwurz gab es ein gutes Feuer das sich wunderbar in Rauch wandelte. Auch jetzt fühlt es sich für mich gut und rund an.

Keine Bange! Der Frühling kommt im Sauseschritt! Die ersten zarten Brennnesselblätter lugen durch die trockenen Grasstängel vom Vorjahr. Es wird.

Sinnau - Frauenmantel fängt auch an zu wachsen :) wie schön das Frühjahr doch ist! Die feinen Härchen an den grünen Blattspitzen haben es mir besonders angetan. Ich fühle eine ganz bestimmte Zärtlichkeit für sie.

Der Katzengeisterbaum - ohne Kompostsilo. Ich habe Malven in die frische Erde gesät. Auch nach uns soll es schön aussehen und die Geister, die uns solange begleitet haben, freuen.

24 März 2009

Psychisch LABIL?

Letzte nacht hab ich seit langer Zeit mal wieder an den finalen Gnadenschuss gedacht. Dann wär endlich Ruhe im Karton! Es sind nicht die Anfeindungen von ausserhalb. Was wirklich das Rückgrat bricht sind die Angriffe von Familienangehörigen, jedenfall FASTangehörigen. Sowas hat sich noch kein potentieller Vermieter getraut zu sagen, zu fragen. Einen Vermieter hatten wir mal, der hat uns auch über den Tisch gezogen mit seinem Zuschlag auf die Kaltmiete. Wollte die Grundsteuer, Gebäudeversicherung und was weiss ich noch, auf die eh schon hohe Kaltmiete drauf schlagen. Da faselt ein 25jähriger Schnösel was von Gesetz. Es gibt einen Mietspiegel, auch in Ostdeutschland, da sind die angemessenen Mieten genau festgelegt. Die Gebäudekosten sind normalerweise in der Kaltmiete miteingerechnet, wenn nicht, ist die Kaltmiete entsprechend niedriger. Küche und Bad zählt nicht zur Berechnung der Quadratmeter. Alkoven und Balkone nur zur Hälfte. Und alles was unter einem Meter Dachschräge ist, überhaupt nicht. Was gültiges Gesetz ist, muss mir kein Windhund aus dem Osten erzählen. Soviel zur Haus-u.Wohnungssuche.
Die familiäre Beschädigung ist enorm. Noch überhaupt nicht abzusehen. Unsere Grosse tut uns leid. Trotzdem lassen wir uns diese Verarschung nicht gefallen.

Zum Wetter: Es schneit mal wieder. Norbert regt sich auf, dabei ist das nur die soziale Kälte die sichtbar wird.

22 März 2009

EISZEIT...

Die liebe Erika kann ihren Mund nicht halten. Muss es rausposaunen - bevor es in trockenen Tüchern ist! Das war ein kurzes Gespräch heute. Langer Rede kurzer Sinn: Das mit dem Osten wird nix! Trotzdem ist es keine schlechte Idee. Spreewald wäre meine Wunschgegend.

21 März 2009

Die Ungewissheit ist zu Ende...

Wir ziehen in den "Wilden Osten", in das Haus unseres Schwiegersohnes in Spe. Seit gestern abend bin ich derart aufgeregt, dass ich kaum schlafen konnte.
Das heisst für uns: Die Hand öffnen um aus der Affenfalle rauszukommen. Nach 12 Jahren wieder so ein grosser, einschneidender Schritt in eine völlig andere Richtung. Damit hat keiner ernsthaft gerechnet. Plötzlich ist mir egal, dass ich den Hausarzt wechseln muss. Dass ich nicht alle Möbel mitnehmen kann und auch andere Dinge zurück lassen muss. Dieser Entschluss zwingt uns erneut Bilanz zu ziehen, alles neu zu überdenken und abhaken was nicht zu ändern ist. Unser zukünftiger Wohnort ist eine Kleinstadt mit 12 000 Einwohnern, also überschaubar und Gott sei Dank nicht mehr in einem 400 Seelendorf, wo jeder auf den andern schaut.
Genaugenommen wollte ich schon immer in einem alten Patrizierhaus wohnen, nur kam das nie in Betracht weil ich keinen Zugang hatte. Am 30. März fahre ich dorthin und schaue mir das alles an. Dann werden Nägel mit Köpfen gemacht. Egal wie, an Walpurgis sind wir nicht mehr hier.