Heute Vormittag bin ich nach einer Nacht, in der ich schlecht geschlafen habe, aufgewacht und musste an die Wohnverhältnisse meiner Blutsverwandtschaft denken. Schalte den Fernseher bewusst nicht gleich an, um auf das zu hören, was meine Seele sagt.Als ich damals, 1998, meine Psychtherapie bei Frau Neumann anfing, erklärte sie mir wie wichtig es ist, die Türe zum stillen Örtchen geschlossen zu halten. Nicht nur das, sondern auch den Klodeckel solle ich geschlossen halten und die Spülung nur bei geschlossenem Deckel betätigen. Eventuelles Putzen könne später stattfinden. Das habe ich rigoros befolgt, auch wenn ich nicht ganz genau wusste warum. Das habe ich erst vor Kurzem gelesen. Bis dahin dachte ich, dass es nur mit Feng Shui zu tun hätte. Aber weit gefehlt, es hat mit Naturwissenschaft zu tun. Wenn Bad und Klo getrennt sind, ist es weniger problematisch. Aber wenn es zusammen in einem Raum ist, sollte man die hygienischen Regeln befolgen. Wenn die Spülung betätigt wird, werden die Fäkalkeime hochgewirbelt und verteilen sich im Raum. In den rumhängenden Handtüchern, auf dem Klopapier, auf den im freien Raum aufbewahrten Zahnbürsten und schliesslich auch bei geöffneter Türe, im Flur und den angrenzenden Räumen, wie Wohn/Esszimmer. Ganz eklig wird es, wenn Besuch da ist und Kaffee getrunken, oder gegessen wird.Eigentlich hätten meine Töchter in der Postsüdringzeit genug lernen können um dies zu vermeiden. Aber sie tun es nicht, egal ob aus Protest oder weiss der Geier warum. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen, ich bin Katzenhalter und baue ein Haus, in dem fürs Katzenklo kein anderer Ort in Frage kommt, als das Gästeklo, das 2m von der Küche und 4m vom Esstisch entfernt liegt. Klar, dass die Türe offen bleiben muss. Die andere hat das Badezimmer mit Toilette und Schiebetüre gegenüber liegend vom Wohnzimmer, welches keine Türe hat. Die Schiebetüre steht den ganzen Tag offen. Schon im vorigen Eigenheim waren die Klotüren offen. Ich verstehe solche Ignoranz nicht. Und die eingeladenen Muttertiere finden auch nichts dabei und gehen davon aus, das die Gerüche die anderen Gäste nicht belästigen. Ist ja nur von einem Kleinkind.Ich erinnere dumpf, dass Norbert einmal zu meiner Grossen sagte:" Wenn du das nochmal machst, hau ich dir eine auf's Maul". Es hat nur für eine begrenzte Zeit geholfen. Klar ist das nicht die gefühlvolle Art, aber wenn man die Gerüche nicht in der ganzen Wohnung haben will, muss was geschehen.
Mit Grausen erinnere ich mich an meine 3. Wohnung, das waren 35m², keine Türe zum Bad, nur ein Vorhang. Damals haben wir mit unseren 2 Katzen nichts anderes gefunden und waren froh, dass wir überhaupt ein Dach über dem Kopf hatten. Vermutlich waren die Umstände entsprechend der Mangelgedanken. Heute bin ich froh hier in diesem Häusle zu sein und wenn Besuch da ist, schliesse ich nach jedem Toilettengang meines Besuches den Klodeckel und die Badezimmertüre. Da fällt mir noch was ein. War mal auf einer öffentlichen Toilette und wartete vor der Türe weil Besetzt war. Innerlich habe ich mich schon auf den Geruch vorbereitet und war sehr erstaunt, dass es nach grünem Apfel roch. Jahrelang fragte ich mich was die Frau wohl gegessen hat, dass es so angenehm duftete. Irgendwann dämmerte mir, dass es ein Spray gewesen sein muss, weil alle Menschen und Tiere gleich riechen nach dem Stuhlgang.
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