08 Juni 2026

Seit vielen Jahren...

 ...habe ich keinen Pinsel mehr geschwungen! Heute hatte ich spontan Lust dazu.

Das Schild mit der Hausnummer, welches ich vor 17 Jahren gestaltet habe, ist von der Sonne total ausgebleicht. Man kann von weitem nix mehr erkennen. Nun werde ich Abhilfe schaffen. Eigentlich hatte ich noch eins in Reserve, aber wie kann es anders sein, Norbert hat das bestimmt versteckt, so wie er es oft gemacht hat. Das Alte hat sich etwas verbogen beim Abmachen, aber mit dem Hammer habe ich es wieder in Form gedengelt. Beim Nachbarn neue Acrylfaben gekauft und los ging es. Jetzt mus ich warten bis es angetrocknet ist, damit ich den 2. Durchgang starten kann. Das darf man nicht zu schnell machen weil sonst die Farbe abblättert. 

Ganz zufrieden bin ich nicht. Aber wenn es mir wirklich nicht gefällt, kann ich ja immer noch ein normales besorgen. In den Zwischenzeiten, als die Farbe trocknete, habe ich die Türzargen in meinem Zimmer mit weisser Farbe ausgebessert. Das ist also auch erledigt. Nicht perfekt, aber es sieht viel besser aus als vorher. Auf dem Heimweg vom Hausarzt bin ich auf den Wochenmarkt und habe Rettiche und Aprikosen gekauft. Weil die Aprikosen so teuer waren, hab ich nur 5 Stück genommen. Als ich sie vorher mit Hexe zusammen gegessen habe, sah ich, dass sie schon überreif waren. Bis morgen hätten sie sicher nicht gehalten. Für die 5 St. hab ich 3,50 € bezahlt. Bei den Rettichen hat es sich gelohnt. 3 St. 3,50 €, da kann man nix sagen. Aber auf dem Wochenmarkt für die ganze Woche einkaufen, kann ich mir nicht leisten. Je nach dem, wird man betuckt mit überreifer Ware, denn sooo frisch wie man immer meint, ist die Ware auch nicht.  


07 Juni 2026

Im Wald gewesen...

 ...und aufgetankt. Gestern schon habe ich mich nicht wohlgefühlt. Vermute, dass ein Schnupfen im Anmarsch ist. Trotz Wick Vapurup gegen den Husten, war ich einfach nicht auf der Höhe, als ich aufgestanden bin.

Zuerst hatte ich keine Lust, aber dann habe ich mich überwunden und nach dem morgentlichen Kaffee habe ich Hexe in den Kofferaum getan und bin nochmal nach oben um den Fotoapparat zu holen. Da fiel mir ein, dass ich ja den guten Underberg für die armen Seelen des damaligen NS-Arbeitslagers mitnehmen könnte. 
Gedacht, getan und dann sind wir losgefahren. Es ist heute herrliches Wetter und im Wald ist es noch angenehmer als sonst gewesen. Ich habe den Schnaps geopfert indem ich ihn weitläufig aus dem Fläschchen schleuderte, Hexe musste natürlich in den Schnaps hineinlaufen, hat aber fast nix abbekommen. Gott sei Dank, weil nämlich das ganze Arreal nach Underberg gestunken hat.

Fürs nächste mal muss ich Korn oder Wodka besorgen, das riecht nicht so streng. Dann habe ich drei Ave Maria für die eventuell noch gebundenen Seelen gebetet und mich beim Wald bedankt, weil es mir besser ging. Ich habe mich dem Wohlgefühl hingegeben und plötzlich sagte es mir, dass der Wald auch einen Schnaps für sich haben will. Wortlos versprach ich es und dann habe ich, ein seit langem nicht mehr erlebtes Glücksgefühl gehabt, ähnlich dem, das ich oft im Schafstall hatte.

So ist das heute doch noch ein schöner Tag gewesen, ganz anders als heute Morgen gedacht. Nach dem Heimkommen habe ich die Nudeln und Sosse von gestern warm gemacht und gegessen. Heute habe ich früher gegessen als sonst, weil ich morgen nüchtern zum But abnehmen muss.


04 Juni 2026

Netzfund

Das Leben geht weiter, mit oder ohne Freunde, mit oder ohne Liebe. Du bist allein geboren worden, du wirst alleine sterben. Konzentriere dich auf dich selbst. 

Genau gestern, also in der gleichen Konstellation der Mondphasen und Fronleichnam am 4.Juni, habe ich vor 46 Jahren den Vater meiner Kinder kennen gelernt. Kennen gelernt ist als Floskel zu verstehen. Wer er war hat sich erst viel später offenbart. Wenn ich es nummerologisch betrachte, hat dieses Datum die selbe Qualität wie die Geburtsdaten meiner Mutter und kleinen Tochter. Nichts geschieht zufällig. Alles hat seinen Sinn.

01 Juni 2026

Reflektionen

Beim Putzen und Staubsaugen denke ich meistens über Vergangenes nach. Früher machte ich mir Gedanken, was ich kochen soll, heute lasse ich mir Ereignisse der jüngsten Vergangenheit noch mal durch den Kopf gehen.

Dabei frage ich mich, ob meine Entscheidungen richtig sind, oder ob ich zu empfindlich bin und aus einer Mücke einen Elefant mache. Heute dachte ich nochmal über meinen Rückzug von meiner Familie nach, ob das alles gerechtfertigt ist. Und sowieso denke ich natürlich an meine zwei Enkelinnen, die ich sehr liebe und die mir natürlich fehlen. Genauso geht es mir mit meinen Enkeln.

Wenn viel Zeit vergangen ist, der Schmerz nicht mehr so weh tut, neigt man dazu, alles in rosanem Licht zu sehen und zu beschönigen. Da war das kurze Intermezzo vorletzten Monat hilfreich, weil es mir vor Augen führte, dass ich eben doch richtig empfinde und alles seinen Grund hat. 

Irgendwie bin ich richtig dankbar dafür, dass es mir nochmal gezeigt hat, was Sache ist. So gibt es kein Vertun, es ist klar und deutlich und ich bin mir dessen bewusst, auf was ich verzichte, damit meine Seele gesunden kann. Seit ein paar Tagen geht es mir so gut, dass ich vom Denken ins Machen komme. Das bin ich überhaupt nicht gewohnt und freue mich richtig darüber. So muss ich kein schlechtes Gewissen haben, weil ich mit meinen Arbeiten nicht hinter her komme. Meine Agenda habe ich bis auf zwei Dinge abgearbeitet. Das sind die Türzargen, die ich mit Farbe ausbessern muss und das Lüftungsgitter, welches ich von Rost befreien und frisch anmalen muss. Aber nach der Arbeit ist vor der Arbeit. An so einem alten Haus gibt es immer was zum werkeln.


Was dazu gelernt...

...beim Postfachcheck habe ich eine Liste mit medizinischen Begriffen gefunden, die erklärt wurden.  Jetzt weiss ich ein kurzes, prägnantes Wort für etwas, das ich früher mit mehreren Sätzen zu beschreiben versuchte und nach abmildernden Worten rang: Oralsau. Ist zwar kein sensibles Wort, aber Treffend.
Balneotherapie: Externes Pigment, bei dem eine „Balneotherapie“ angeraten sei: Patient ist dreckig und sollte mal wieder baden. Desweiteren fand ich, C.p.: caput piger (fauler Kopf, Drückeberger). Allerdings glaube ich nicht, dass ein Arzt, mit positivem Menschenbild, diese Bezeichnungen benutzt. 

31 Mai 2026

Seit 10:46:46 ist die Mondin voll...

...und mit 405 260 km ist sie am Weitesten von der Erde entfern, in diesem Jahr. Auch da gibt es Zyklen, die ansteigen und abfallen. Alles ist geregelt, für alles ist gesorgt. Es fehlt nur an der Hingabe an die natürlichen Zyklen, weil der Mensch glaubt alles, regeln zu müssen.

Diese Woche blieb die Küche kalt. Endlich gibt es wieder rote Rettiche! Die ersten dieses Jahr! Auf die habe ich sehnsüchtig gewartet, auch auf die Gurken von der Reichenau.💗

Den ankommenden Tiefdruck spüre ich schon seit Vorgestern. Das heisst, mein Fleiss ist verschwunden und ich muss mich überwinden, das Alltägliche zu managen. 





 

27 Mai 2026

Nur zur Hälfte fertig...

 ...geworden bin ich heute. Den ganzen Nachmittag hab ich gewerkelt. Erst die beiden Böden feucht abgewischt und dann nach oben getragen. Muss dann nach jedem Arbeitsgang schnaufen und hin sitzen.

Nur in einer Schrankhälfte hat es mit dem Boden und den Stiften geklappt. Die Männer, die mir damals den Schrank zusammenbauten, haben genau in den Ecken Schrauben gesetzt und das stört weil ich dann den Schrankboden nicht auf und ab schieben kann wie ich will. Und die Schrauben sind in der Höhe unterschiedlich gesetzt. Zum Weitermachen muss ich erst neue Stifte besorgen. Die Hosen habe ich seitlich einsortiert, weil ich so einen Stapel mehr unterbringe. Aber schöner sähe es aus, wenn die Falten geschlossen wären.

Ausserdem sind die Böden ganz schön schwer und ich merke, dass meine Muskeln weniger geworden sind. Aber deshalb lasse ich mich nicht davon abhalten. Jedenfalls habe ich das, was mir wichtig war, aufgeräumt. Seit mehr als 4 Jahren habe ich meine Hosen in in dem Zimmer, in dem Norbert wohnte, über Sessel und Bett ausgebreitet gelagert. Erst hab ich sie über dem Kinderbett hängen gehabt, dann als ich umgeräumt und das Kinderbett entfernt hatte, eben in dem schönen Zimmer, in dem ich aber selten bin.

Es war nicht nur aus Schlamperei so, sondern es war einfach blöd, weil sehr grosse Stapel gern umfallen und dann Chaos im Schrank entsteht. Wenn ich mit den Böden fertig bin, wird die neue Lampe angeschlossen. Die Funzel, die ich seit 29 Jahren habe, ist einfach zu dunkel. Ich brauche es hell. Mein jetzt deutscher Nachbar, der aus Syrien stammt, schliesst sie an. Früher, in meiner Jungmädchenzeit, habe ich das selber gekonnt. Heute traue ich mich nicht mehr, weil sich an den Farben der Drähte etwas geändert hat und ich Angst vor einem Kurzschluss habe. Morgen werde ich neue Stifte besorgen und weitermachen. Die gestern gekauften Eisbegonien müssen morgen auch unbedingt in die Erde. Ich habe es heute nicht gemacht, weil es so heiss war.




 

26 Mai 2026

Yeah I did it...

 ...heute hab ich mich an meinen Drucker gewagt und zum allerersten Mal die Farbpatronen ausgewechselt! U-Tube und meiner Taschenlampe sei Dank! Ohne die Lampe hätte ich die Klammern nicht gefunden.

Für mich ist das ein Meilenstein, weil ich noch nie ins Innere des Druckers geschaut habe, aus lauter Angst, dass ich was kaputt machen könnte. Nun habe ich mich getraut und zur Belohnung bekam Hexe ein Leckerli.

Wie man sieht, habe ich auch mit der Digicam gespielt. Aber der Grund für den neuen Mut ist der Umstand, dass ich meine alten Muster loslasse und kräftig daran arbeite. Seit ein paar Wochen nutze ich Aura Soma Nr. 65, den Kopf im Himmel und die Füsse auf dem Boden, welches das loslassen von alten Mustern erleichtert. Ich bin soooo froh über meine wachsende Unabhängigkeit! Seit einer Woche trage ich Larimar Schmuck. Er tut mir sehr gut und mir fällt auf, dass ich tatsächlich vom Planen in die Umsetzung komme. Es geht voran! Larimar soll da, wo er aufgelegt wird, Blockaden lösen. Das habe ich gleich getestet indem ich ihn quer über den Unterbauch, von Hüfte zu Hüfte, aufgelegt habe. Meine Schmerzen sind seither besser und ich kann einigermassen gehen, ohne, dass es übermässig weh tut.

Bei Toom habe ich Eisbegonien gekauft und gleich nach den Stiften gesehen, die ich für die Schrankböden brauche. Habe sie gefunden und gleich spasseshalber gefragt, was dort die Schrankböden kosten und ob sie es zuschneiden. Da war zufällig ein Mann beim Holz, der heute gar nicht offiziell arbeitet und hat mir sehr netter weise die Böden zugeschnitten, trotzdem seine Frau leicht angesäuert war. So haben die Böden nur ein Viertel von dem gekostet, als wenn ich sie übers Internet gekauft hätte. Also: Ein Glückstag!😄