Reisen auf dem Regenbogen
23 Mai 2026
Kaiserwetter...
Es dauerte nicht lange, dann setzte sich ein Radfahrer zu uns. Wir haben uns angeregt über Gott und die Welt unterhalten. Der Mann wohnt in Albnähe und macht eine Radtour durch das Allgäu, an die 80 Kilometer täglich. Wir redeten über Persönliches, Personenstand, Kinder und über Politik. Ich staunte nicht schlecht, als er sagte, dass er 82 Jahre alt ist. Ich habe ihm erzählt, dass ich auch alles selber mache, egal was es ist und keine Hilfe will, weil man das, was man nicht regelmässig tut, verlernt. Plötzlich kann man es nicht mehr. Er hat mir zugestimmt und von Freunden erzählt, die jetzt im Alter abgebaut haben. Es ist, glaub ich, schon so, dass man mit 70 denkt, 80 sei alt und mit 80 meint man, 90 sei alt. Die Metapher alt sein verändert sich jeweils vom tatsächlichen Alter aus. Als die Sonne den Schatten vertrieben hat, habe ich mich verabschiedet und bin nach Hause gegangen.Daheim angekommen habe ich erst mal gevespert und glaubte, dass ich die Hauptmahlzeit ausfallen lassen könnte. Um 21:00 bin ich doch nach unten und habe mir geschnittene Maultaschen mit Ei gemacht. Das erzähle ich, weil Hexe die ganze Zeit auf 2 Beinen, mit dem 3. Bein an mir abgestützt, neben mir stand und es nicht erwarten konnte bis es Essen gab.
21 Mai 2026
Und weiter mit Blut, unser aller Lebenssaft...
18 Mai 2026
Blut und Wasser geschwitzt...
...habe ich heute schon! Bekam eine Scammail, die täuschend echt aussah.
Natürlich habe ich bei meiner Kreditkartenfirma angerufen und den Kontostand abgefragt. Gott sei dank ist alles OK. Aber wenn sich die Sekunden dehnen, ist man auf das Höchste angespannt. Das Perfide daran ist, dass in diesem Monat mein Flickr Accaunt zur Bezahlung ansteht und die Summe genau die Forderung für 2 Jahre x 10 ausgemacht hat. Allerdings hat das auch nicht zum Rest der Mail gepasst. Aber, in solchen Momenten hat man irgendwie einen Tunnelblick und neigt zu falschen Handlungen.Da hab ich nochmal Glück gehabt und werde noch mehr aufpassen mit dem was ich tue. Gestern waren wir im Wald und das hat uns richtig gut getan. Viele neue Dinge habe ich entdeckt und fotografiert. Der Wald zeigt sich jedes mal neu. Einen Zitronenfalter hab ich getroffen, fotografieren liess er sich aber nicht. Gestern fiel mir ganz stark auf, dass das Hineingehen und Hinauslaufen aus dem Wald für mich sehr schmerzhaft ist. Zwischendrin war es mir gut, sogar so gut, dass wir weiter gegangen sind als sonst. Ich habe mich sogar beim Wald bedankt, weil es mir so gut ging und ich fast schmerzfrei war. Aber dann kurz vor dem Waldende hatte ich solche Schmerzen, dass ich fast nicht gehen konnte. Das Arbeitslager aus der Nazizeit liegt aber viel weiter im Wald drin. Ich verstehe das nicht. Meine Gedanken waren beim kaputten Auspuff, als der Schmerz einsetzte. Aber an den denke ich öfters und habe keine Schmerzattacke.Die Brennnesseln wachsen auch kräftig. Es ist eine Freude zu sehen wie die Natur wächst und gedeiht. Ihr macht es keine Sorgen, wenn auf der Welt alles drunter und drüber geht.Und die momentane Kälte scheint sie auch nicht zu stören. Mich dagegen schon. Mein Fenster ist gekippt und die Luft von draussen macht meine Hände eiskalt. Bin gespannt wann es wirklich angenehm warm wird. Möglicherweise könnte es, wie schon oft, so sein, dass die angenehme Wärme ausfällt und gleich eine Hitzewelle kommt. Das ist dann auch wieder nicht recht.Jemand hat den Waldtieren Nüsse mitgebracht. Immer wieder habe ich die ausgelegten Gaben entdeckt. Eichhörnchen habe ich hier noch nie gesehen. Gerade fällt mir auf, dass es hier in der ganzen Stadt so gut wie keine Hörnchen gibt. Was dafür wohl der Grund ist? Jemand hat in die Baumwunde einige Worte geschrieben: What were we, then? In 10 years I have not found an adequate word for us. Über die Bedeutung der Worte bin ich mir nicht sicher.Daheim angekommen, habe ich erst mal gevespert und einen warmen Tee getrunken.
15 Mai 2026
Falsche Annahmen...
Jetzt glauben die Menschen, der Bundeskanzler sei schuld am Truppenabzug der Amerikaner, weil er vor einer Schulklasse was Wahres gesagt hat.
Das ist nur eine Finte. Der Orangene macht was er will, auch ohne erkennbaren Grund. Wenn es nicht dies gewesen wäre, hätte er einen anderen Grund aus dem Hut gezaubert.Ganz langsam mache auch ich mir Sorgen, weil es immer schlimmer wird und unübersichtlicher. Einen Abschwung der Wirtschaft kann man aushalten, aber wenn es tatsächlich in richtigen Krieg ausartet, sehe ich schwarz für uns alle. Die Generation, die den Krieg erlebt hat, ist am Aussterben und wir, die Nachkriegsgeneration, wissen zu wenig darüber, wie man überlebt.In den Nachrichten habe ich einen Film aus Ukraine gesehen, vom Kampfgebiet. Die kahlen Äste der Bäume berühren mich sehr, natürlich auch das Schicksal der Toten und Verwundeten. Aber die laublosen Bäume gehen mir unter die Haut. So ein Krieg betrifft alles, nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere und Pflanzen. Ich glaube, dass das denen, die das Chaos anzetteln, überhaupt nicht bewusst ist.13 Mai 2026
Die Eisheiligen...
...haben Kälte und Regen gebracht. Vor zwei Tagen habe ich mir irgend etwas eingefangen und fühle mich körperlich schwach.
Am vergangenem Montag war ich zur gyn. Vorsorge und nach der Untersuchung dachte ich bei mir, was wohl sein würde, wenn ich am ganzen Körper so gesund wäre. Vorschläge zur Inanspruchnahme einer Darmspiegelung und Mammografie habe ich dankend abgelehnt. Darauf hin hat die Frau Doktor meine Brust abgetastet. Ohne Befund.08 Mai 2026
Meine Komentarfuntion ist...
...zu neuem Leben erwacht. Das konnte sie nur, weil ich den Knopf in den Funktionen zum Ausstellen nicht gefunden habe. Das ist mein Blog, in dem ich bestimme was ich schreibe und Kommentare sind nicht erwünscht.
Besonders anonyme Kommentare, die darauf abzielen emotionale Reaktionen bei mir hervor zu rufen, der eigenen Regulation dienen, oder Abhilfe durch Projektion schaffen sollen. Ich lösche den Scheiss ungelesen. Also sparen Sie sich ihre Energie für was anderes, Positiveres.07 Mai 2026
Elfi.....
Gerade habe ich auf Insta gelesen, was Saudade ist. Es ist ein Wehmütiges Gefühl, ähnlich dem, das als Fernweh oder Heimweh bezeichnet wird. Nur, dass man da weiss, was vermisst wird. Saudade bezeichnet etwas, das nicht benannt werden kann.
Genau dieses Gefühl beschleicht mich, wenn ich an Elfi denke. Elfi lernte ich im letzten, der drei Monate währenden Probezeit, meiner Apothekenhelferinnen Ausbildung, in der Berufsschule in Aulendorf, kennen. Sie war gross, schlank und es fühlte sich an, als hätten wir uns schon immer gekannt. Es war so eine Vertrautheit zwischen uns, die ich schwer beschreiben kann. Irgendwie fühlte es sich wie heimkommen an. Ausserdem erinnere ich ein Gefühl von Bewunderung und gegenseitigem Respekt.
Und dieses Gefühl hatte ich nicht oft im Leben. Ich erinnere mich gerade mal an vier solcher Begebenheiten. Ausser bei Elfi passierte es mir ein paar Jahre später, als ich per Anhalter im Allgäu, genauer in Lindenberg, unterwegs war und ein R4 Kastenwagen anhielt. Die Kofferraumtüren öffneten sich von innen und drin waren drei junge Leute die mich einsteigen liessen. Da hatte ich auch das Gefühl heim zu kommen.
Am 30. September endete meine Probezeit, von der ich nicht übernommen wurde und somit auch der Kontakt zu Elfi. Mitte September geht die Schule wieder los, auch die Berufsschule, wenn ich es richtig erinnere, haben wir uns grade zwei mal getroffen. Schade, trotzdem habe ich sie nie vergessen.
Da ich grade dabei bin, möchte ich noch die Umstände meiner Kündigung erzählen. Also, am letzten Septembertag gab mir mein Lehrherr, Apotheker Dirk Wöppelmann, einen Brief für meine Mutter mit. Den trug ich nichts ahnend nach Hause. Und dann, Surprice, Surprice, war meine Lehrzeit beendet. Meine Mutter schickte mich dann weiter zur Schule. Erst in die Einjährige Hauswirtschaftschule, dann die Zweijährige Hauswirtsch.-pflegerische u. sozialpädagogische Berufsfachschule, mit einem mittleren Bildungsabschluss. Gerne denke ich an meine Deutsch und Geschichtslehrerin, Frau Anna Löffler, she blew my mind!