Im Zuge meiner Ausbesserungs und Aufräumarbeiten habe ich beim Hausnummernschild aufhängen bemerkt, dass ich vor 17 Jahren den falschen Spiegel gekauft habe, um das Haus zu schützen. Da war der allwissende, verstorbene Ehegespons allerdings auch dran beteiligt. Man sollte sich halt mit den Begrifflichkeiten auch auskennen. Für die Eingangstüre hätte ich einen konvexen Spiegel gebraucht, um die Energie der Strasse und Häuserkanten abzumildern. Konvex ist nach aussen gewölbt. Gehangen hat dort aber ein Konkaver Spiegel, also nach innen gewölbt, der die ungute Energie anzieht, bündelt und ins Haus zieht. Konnte es gar nicht fassen, als ich es bemerkt habe. Nach dem ich mich informiert hatte, habe ich ihn gleich abgenommen und in Salz gelegt, damit er sich entladet. Tatsächlich: Man lernt nie aus!
Heute habe ich spontan die Holzkommode im Eingang, neben der Treppe, ausgeräumt und fast alles weggeschmissen! Da mein Restmülleimer fast leer war, konnte ich das alles drin entsorgen. Gefühlt 100 Hundemäntelchen, alte Marmelade von vor 15 Jahren und allerhand Scheiss, den man nur in die Schubladen gestopft hat. Die 2 Flexileinen von Ben waren auch dabei. Dabei meine ich, dort schon öfters aufgeräumt zu haben. Anschliessend habe ich mit Holzpolitur alles ausgewischt, innen und aussen. Ein Beil war auch drin, nur Gott und der Verblichene wissen wozu das gedacht war, denn das gehört nach hinten, ins Regal in der Waschküche, zum Werkzeug.
Ich fühle mich auch besser seit ich die Aktion gestartet habe. Man muss ja nicht den ganzen Tag schuften, sondern spontane Anfälle von Arbeitswut nutzen und nicht warten, bis sie wieder vorbei sind. Allerdings habe ich einen weiteren Schub von Neurodermitis bekommen. Manchmal frage ich mich ob es nicht doch auch vom Essen kommen könnte. Habe aber nix gegessen was mir das bescheren könnte. Wer weiss was die Ursache ist, ich gehe schon durch ziemlich starke Gefühlszustände, derzeit. Auch die Kleinsten negativen Ausschläge anderer Menschen kommen bei mir an und ich werde immer besser darin, sie zu deuten und mich dem entsprechend abzugrenzen. Doch ich jammere nicht, weil ich mir das ja gewünscht habe.
